Gehirnzellen versoffen?

Durch Kommentare bei der Mädchenmannschaft bin ich auf die ungeheuerliche Aussage eines Münchner Polizisten aufmerksam geworden:

Man sei überrascht, sagt Rainer Samietz vom Kommissariat zur Bekämpfung von Sexualdelikten [München]. Er kennt die Problematik mit den K.o.-Tropfen; eine Häufung der Fälle kann er aber nicht bestätigen. Samietz sagt, dass auch Frauen »wahnsinnig viel trinken und dann nichts mehr wissen«. Würde weniger getrunken, hätte man weniger Fälle von sexuellen Übergriffen.

Der ganze Artikel bei Süddeutsche.de

7 Gedanken zu „Gehirnzellen versoffen?“

  1. Diese Aussage ist dann mies, wenn sie gemeint ist in die Richtung von “die Frauen, die viel saufen, sind selber schuld an Übergriffen”.

    Aber ansonsten stimmt es natürlich – starker Alkoholkonsum hat Kontrollverlust zur Folge, und dann ist man anfälliger dafür, zum Opfer von Übergriffen oder Verbrechen zu werden, einfach weil man sich weniger wehren kann und die Täter genau wissen, dass das Opfer sich am Tag darauf bei einer polizeilichen Vernehmung nur noch schwer an Details erinnern kann. Das gilt auch beispielsweise für viele Diebstahls- und Raubdelikte an Betrunkenen.

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  2. Würde weniger getrunken, hätte man weniger Fälle von sexuellen Übergriffen.

    Und das stimmt jetzt nicht? Gibts dafür Belege?
    Oder ist es nicht vielmehr so, dass Alkohol die Hemmschwelle senkt und viele Straftaten durch Alkohol begünstigt werden?

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  3. 1. In diesem Artikel geht es um Vergewaltigungen. 2. Der Polizist kommt vom Kommissariat zur Bekämpfung von Sexualdelikten.
    Aus diesen zwei Gründen ist es überflüssig, darüber zu spekulieren, welche Rolle Alkohol bei irgendwelchen anderen Straftaten spielt. Hier in diesem Fall geht es einzig und allein um Vergewaltigungen. Und Aussagen, die implizieren, eine Frau sei selbst schuld an einer Vergewaltigung, sei es weil sie sich wie eine Schlampe anzieht oder stockbesoffen durch die Gegend torkelt, sind verharmlosend und verantwortungslos. Polizisten, die einem Opfer vermitteln, es sei selbst schuld, haben schlicht den falschen Beruf!

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  4. Aus gegebenen Anlass: Auf meinem Blog dulde ich keine Diskussionen über die angebliche Mitverantwortung von Vergewaltigungsopfern. Entsprechende Kommentare landen im Spamordner. Mein Blog, meine Regeln …

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  5. Ah, der Herr EKHK vergisst ein weiteres Problem, bei dem Frau auch k.o ist.
    Frau sollte niemals schlafen. Denn auch dort bringt sie sich vorsätzlich und fahrlässig in einen wehrlosen unachtsamen Zustand.
    Das gilt nicht für Kinder, denn die sind ja per Definition immer wehrlos wie die versuchte Vergewaltigung eiens 12-Jährigen zeigte und einen Großeinsatz der Polizei auslöste.

    Es ist nichts neues, wenn du eine noch unter 14-Jährige bist, nimmt die Polizei und Justiz deinen Vergewaltigung eher noch ernst, bist du älter liegt es an deiner sexuelle Aktivität, die du dann an den Tag legst, und dich selbst gefährdest.

    Die zeiten, welche wann selbst Schuld ist, ändern sich wohl nie. :(

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  6. @”GwenDragon”
    “Ah, der Herr EKHK vergisst ein weiteres Problem, bei dem Frau auch k.o ist.
    Frau sollte niemals schlafen. ”
    … na, meinst du, dass das ausreichend ist?? am besten, Frau bleibt hübsch zuhause (wo sie eh hingehört), und geht gar nicht mehr aus! Denn Frauen sind nun mal potentielle Opfer, und Männer werden schnell mal zu Tätern. By Nature

    … Gut auch, dass in dem SZ-Artikel auch ausschließlich Anforderungen an FRAUEN gemacht werden: wie sie sich gefälligst vorm Bösen Wolf, äh, vor übergriffigen Männern, zu schützen haben.

    O.k., genug des Sarkasmus … Aber ohne Sarkasmus ist das alles für mich gar nicht auszuhalten …

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  7. It’s my way, not a highway. Wem Deine Meinung nicht in den Kram paßt, soll bei den Maskus lesen gehen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Dass diese Tpyen uns ständig ihre Art von Diskussion aufzwingen wollen. Seit 40 Jahren keine neue Argumente gefunden, aber beleidigt sein, wenn man ihnen nicht mehr zuhören will.

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