Es passiert beim Geschirrspülen. Als ich mit der rechten Hand einen Teller in den Geschirrkorb links neben dem Wasserbecken stellen will, spüre ich einen Stich im unteren Teil des Rückens. Keinen harmlosen Mückenstich, es fühlt sich eher an wie ein spitzes Messer.

"Hexenschuss", fährt mir sofort durch den Kopf und in Erinnerung an eine ähnliche Situation vor ungefähr zehn Jahren, gebe ich mir energisch den Befehl: "Gerade hinstellen und tief durchatmen!"

Kaum eine Minute später ist der Schmerz wieder abgeebbt, nichts tut mehr weh und ich kann mich ganz normal bewegen. Komisch. Ob das vielleicht etwas mit meinem Alter zu tun hat und allmählich nun  diverse Zipperlein kommen und gehen werden?

...weiterlesen "Krankes Gesundheitswesen"

Im Rahmen der seit geraumer Zeit laufenden Kampagnen „Jetzt ist aber mal genug!“ und „Das wird man doch mal sagen dürfen“ meldete sich letzte Woche auch Herr J. von d. L. zu Wort. Die Gender-Scheiße mache ihn fertig, verkündete er in einem Spiegel Interview. Ich hatte seine Existenz beinah schon vergessen, solange wie er bereits im medialen Niemandsland verschwunden gewesen war und wunderte mich zunächst, weshalb man ihn jetzt wieder in die Öffentlichkeit zerrt.

...weiterlesen "Herr J. von d. L."

Seit den #idpet Kommentaren kann ich die Worte Toleranz, tolerant, tolerieren nicht mehr hören. Aussagen wie „Selbstverständlich tollleriere ich Schwule … solange sie in ihren vier Wänden bleiben.“ oder „Tollerans nur, wenn unsere Kinder in Ruhe gelassen werden!“ wiederholten sich dort ständig. Sehr auffällig war dabei, wie viele der Kommentator_innen Schwierigkeiten mit der richtigen Schreibweise haben.

Erst zu diesem Zeitungspunkt wurde mir bewusst, dass sowohl ich als auch mein näheres Umfeld nur selten von Toleranz sprechen und wenn doch, ist es meist ironisch gemeint. „Wir sind ja soooo tolerant“, bedeutet in der Regel: „Wenn wir könnten, wie wir wollten … würden wir x abschaffen, y verbieten und z in die Mülltonne treten.“ Doch gesellschaftliche Normen, Gesetze oder beispielsweise auch verwandtschaftliche Beziehungen zwingen uns, xyz zähneknirschend hinzunehmen, uns damit zu arrangieren.

...weiterlesen "Toll(l)erante Firlefanzwoche bei der ARD"

„Vielleicht sollten diese so genannten „Jungfeministinnen“ einfach mal öfter sagen, was sie denken und tun. Statt sich quasi ausschließlich und immer wieder über die Abgrenzung von EMMA & Alice bei den Medien anzubiedern. Ob nun wie einst als Girlies oder Alphamädchen, oder wie jetzt als Jungfeministinnen“.

Jungfeminist_in, die_der.

Synonym für  „keine Ahnung haben“, „das Rad neu erfinden wollen“, „mit Maskus zusammenarbeiten“, „Prostitution befürworten“, „von Prostitution profitieren“, „Burkas gut finden“ …

...weiterlesen "Jungfeminist_in, die_der trifft auf #EMMAistfürmich"

[Ungefähr seit Anfang des Sommers befinde ich mich in einer Phase, die ich nicht einmal richtig mit einem Begriff benennen kann. Am besten lässt sie sich vielleicht als eine Mischung aus Zorn, Resignation, Frust und Burnout beschreiben. Ähnliche Situationen hat es in meinem Leben schon ein paar Mal gegeben, und zwar immer dann, wenn ich das Gefühl kaum noch ertragen konnte, mich völlig sinnlos für bestimmte Dinge zu engagieren. Wozu weiter Energie, Zeit und Nerven zu verschwenden, wo doch letztendlich alles beim Alten zu bleiben scheint? Oder manche Dinge sogar schlimmer statt besser werden?]

...weiterlesen "Die große Müdigkeit (3): #idpet"