Ich habe mich lange zurückgehalten, wenn es um Kristina Schröder ging. Leicht ist mir das nicht gefallen, denn bereits vor ihrem Buch gehörten Witze und/oder böse Bemerkungen über zu sie zum Alltag. Selten ist man sich in meinem Umfeld bei einer Politikerin/einem Politiker so einig gewesen. Ob Nachbarn, Freundinnen, Verwandte, sie alle halten die Ministerin für eine katastrophale Fehlbesetzung. Und bestimmt nicht, weil sie keine Feministin sein will.
Nein, da geht es zum Beispiel um dieses komische Projekt der Pflegezeit, das als nichts Halbes und nichts Ganzes bezeichnet und nur für Ausnahmefälle als hilfreich angesehen wird. »Soll ich nach Ablauf der Zeit meine Mutter vielleicht erwürgen, wenn sie bis dahin nicht freiwillig gestorben ist?«, fragte eine Bekannte und beschloss, dann doch lieber gleich Nägel mit Köpfen zu machen und nach einem Platz in einem Altenheim zu suchen.


