Weg mit dieser verzogenen Göre!

Ich habe mich lange zurückgehalten, wenn es um Kristina Schröder ging. Leicht ist mir das nicht gefallen, denn bereits vor ihrem Buch gehörten Witze und/oder böse Bemerkungen über zu sie zum Alltag. Selten ist man sich in meinem Umfeld bei einer Politikerin/einem Politiker so einig gewesen. Ob Nachbarn, Freundinnen, Verwandte, sie alle halten die Ministerin für eine katastrophale Fehlbesetzung. Und bestimmt nicht, weil sie keine Feministin sein will.

Nein, da geht es zum Beispiel um dieses komische Projekt der Pflegezeit, das als nichts Halbes und nichts Ganzes bezeichnet und nur für Ausnahmefälle als hilfreich angesehen wird. »Soll ich nach Ablauf der Zeit meine Mutter vielleicht erwürgen, wenn sie bis dahin nicht freiwillig gestorben ist?«, fragte eine Bekannte und beschloss, dann doch lieber gleich Nägel mit Köpfen zu machen und nach einem Platz in einem Altenheim zu suchen.

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Offener Brief: Kristina Schröder? Nicht meine Ministerin! 1

Offener Brief vom 18.4.2012

Wir sind Menschen, die aus unterschiedlichen politischen Positionen sprechen, die mit Kindern leben oder ohne, die sich Karrieren wünschen, sie bereits machen oder auch nicht, die sich als Feministinnen und Feministen sehen oder auch nicht und wir haben etwas gemeinsam:

Wir fühlen uns von der für Frauen- und Familienpolitik zuständigen Ministerin Kristina Schröder nicht vertreten!

Kristina Schröder lässt uns mit unseren strukturellen Problemen alleine – neuerdings müssen wir uns in ihrem gerade erschienenen Buch „Danke, emanzipiert sind wir selber!“ sogar sagen lassen, es handle sich bei diesen nicht etwa um problematische Rahmenbedingungen, sondern schlicht um individuelle Probleme und Aushandlungsprozesse … zum Brief und der Möglichkeit, ebenfalls zu unterzeichnen

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Ein grüner Ignorant im TV

Hundemüde zappte ich mich gestern Abend durch die TV Programme, als auf n-tv gerade die Wörter schwul und lesbisch fielen. Prompt blieb ich bei der Sendung hängen. Ein mir unbekannter Mann diskutierte mit Marina Weisband von der Piratenpartei und anscheinend waren die beiden bei der Anonymität im Internet angekommen. Er meinte verkürzt, aber sinngemäß, wer was zu sagen habe, sollte auch mit seinem Namen zu seiner Meinung stehen, während Marina erklärte, dass das für manche Menschen nicht so einfach sei, besonders nicht, wenn sie Repressalien zu befürchteten. Was er wiederum nicht zu begreifen schien und schließlich fragte, ob sie denn schon mal von rechtsradikalen Banden anonyme Drohungen über das Internet erhalte habe. Das sei keine sehr angenehme Situation …

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Schwuler geht’s nicht mehr

»Not gay! Ex-gay, post-gay and proud. Get over it!« Mit diesen Sätzen sollte auf Londoner Bussen für die »Homosexuellenheilung« geworben werden, was schließlich Bürgermeister Boris Johnson verhinderte.

»Therapy can stop people being gay« … und deutschsprachige Medien verstehen mal wieder nur »schwul, schwul, schwul«. Selbst bei der ehrwürdigen Zeit scheint man zu dumm zu sein, um das Wort gay richtig übersetzen zu können.

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Mir reicht’s!

Es hat ja nicht lange gedauert, bis dank Grass all die Relativierer_innen nicht nur aus ihren Löchern gekrochen kamen, sondern es sogar bis in meine Timeline bei Twitter schafften: »Der Holocaust ist nur noch halb so schlimm, wenn die vertriebenen Sudetendeutschen abgezogen werden, und rechtfertigt sich im Nachhinein wenigstens ein bisschen, wenn man sich die Politik der momentanen israelischen Regierung anschaut.«

Ich habe heute einen Entschluss gefasst: Mir reicht’s! Ich diskutiere nicht mehr, ich erkläre nicht mehr, sondern schmeiße ab sofort Menschen mit solchen Ansichten sowohl aus meiner Wohnung als auch aus meinen Timelines bei Twitter und co.

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Was mal über gewisse Zustände in Altenheimen gesagt werden muss

»Was gesagt werden muss«, heißt die Überschrift über dem Gedicht, das ein alter Mann verfasst hat und über das sich halb Deutschland zu streiten scheint. »Was gesagt werden muss«, könnten auch Deutschlands Altenpfleger_innen lauthals in die Welt hinausbrüllen, wenn sie denn Zeit, Nerven und Lust hätten, ebenfalls in holpriger Gedichtform über gewisse Zustände zu schreiben. Doch interessieren würde das eh niemand, außer vielleicht so ein paar Marginalenblogger_innen wie mich, also versuchen sie es erst gar nicht.

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phenomenelle, das neue online Magazin

Logo phenomenelleAm 1.6. ist es soweit! Daniela Zysk, Sabine Arnolds und ein Team von engagierten Frauen starten das Onlinemagazin phenomenelle

phenomenelle ist das Online-Magazin für Lesben, Bisexuelle und alle Frauen, die Frauen lieben. Es erzählt spannende Geschichten von Frauen, von Heldinnen, von scheinbar Gescheiterten, bereitet News auf und setzt Themen aus dem lesbischem Blickwinkel um.

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Zur Anschlussverwendung gehört der Stellungsbefehl

Auf meiner Liste der Menschen, die ich so richtig zum Kotzen finde, hat es Philipp Rösler gestern auf den ersten Platz geschafft. Ich verstehe nur wenig von Wirtschaftspolitik und kann im Grunde genommen auch nicht beurteilen, ob diese geplante Auffanggesellschaft tatsächlich eine gute Idee gewesen wäre. Was ich allerdings einschätzen kann, ist der Zynismus, mit dem sich hier ein Milchbubi hinstellt und mies bezahlten Frauen empfiehlt, anstatt nach dem Staat zu schreien, sollten sie sich schnell selbst um eine Anschlussverwendung zu kümmern.

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