Der Vorfall mit der Schwester der Sozialstation hat mich nicht nur wütend und traurig zugleich gemacht, sondern mir auch den nötigen Energieschub verpasst, mich endlich einmal selbst mit meinen Krankenakten zu beschäftigen. Bisher hatte ich mich davor gescheut, sie mir näher anzusehen. Mir hatte der Mut gefehlt, denn ich wollte gar nicht so genau wissen, was darin steht und hatte es der Liebsten überlassen, sie zusammenzutragen, zu lesen und ordnen.

...weiterlesen "Krankes Gesundheitswesen 9"

Der Brief lag schon seit dem 1. August im Mailfach, aber ich habe mich erst heute dazu überwinden können, ihn Wort für Wort zu lesen. Beim ersten Überfliegen vor zwei Wochen überkam mich das starke Bedürfnis, irgendwelche Vertreter_innen von Landesregierung und/oder deren Parteien anzubrüllen. Laut. Stundenlang. Und ziemlich egal welche, ganz nach dem alten Spruch meiner Oma: Alle in einen Sack stecken und draufhauen, es wird schon die Richtigen treffen.

...weiterlesen "„Herr Ministerpräsident und Herr Minister haben mich gebeten, Ihnen zu antworten“"

Die Veranstaltung in Kleve, Fragen und Erzählungen von Teilnehmer_innen und besonders ein Tweet, haben mich sehr nachdenklich gemacht. Aus verschiedenen Gründen ist es natürlich wichtig, bei Veranstaltungen und auf Podien über #idpet zu informieren, doch den LSBTTIQ Jugendlichen hier auf dem Land hilft das in ihrer aktuellen Situation kein bisschen weiter. Auf der langen Zugfahrt zurück in den Odenwald kam mir dann die Idee eines Brandbriefes. (Brandbrief laut Duden: „sehr dringendes Bittschreiben, Mahnbrief“).

...weiterlesen "LSBTTIQ Jugendliche im ländlichen Raum Baden-Württembergs. Ein Brandbrief."

küssendes Frauenpaar

Das hier sind die Liebste und ich. Wir sind seit vielen Jahren ein Paar. Am 26. Oktober 1995 wurden wir kirchlich gesegnet. Aber psst, nicht weitererzählen! Am 31. August 2001 haben wir uns „verpartnert“. Das Land Baden-Württemberg unternahm damals alles, um diesen Tag für uns so scheußlich wie nur möglich zu machen. Glücklicherweise tickten die Mitarbeiter_innen des Landratsamtes Heidelberg anders und gaben sich viel Mühe, eine schöne Zeremonie zu gestalten.

Über fünf Jahre lebte Oma bei uns. Wir haben sie gepflegt und 2005 ist sie in unseren Armen gestorben.

Irgendwann zogen wir nach Hinnedausch, in ein kleines Paradies im Odenwald.

Doch leider war er gerade Minister für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg geworden: Peter Hauk, „unser“ CDU Landtagsabgeordneter. 2011 wurde er mit 48,4 Prozent der Stimmen wieder direkt in den Landtag gewählt und ist seitdem Vorsitzender der CDU Landtagsfraktion.

Presseportrait Peter Hauk http://fraktion.cdu-bw.de/abgeordnete/abgeordnete-detail/title/hauk-mdl.html

 

Ihm verdanken wir

...weiterlesen "Wer #idpet versteht, fördert auch Christbaumplantagen"

Jeden Mai aufs Neue beginnt für die Liebste und mich ein unangenehmer Job, der sich bis in den Oktober hinzieht. Früh morgens, gleich, nachdem es draußen hell geworden ist, und abends kurz vor dem Dunkelwerden, suchen wir nach Schnecken. Nach ekligen Nacktschnecken, die sich über das Gras in die Beete schlängeln, um dort alles zu fressen, was wir gepflanzt haben. Je frischer und kleiner die Blumen und Kräuter noch sind, desto besser scheinen sie zu schmecken.

Wir haben vieles versucht, um unser Grünzeug zu schützen: zunächst mit Lavendel und Knoblauch als Geruchsbarrieren, dann verschiedene Arten von Schneckenzäunen und schließlich Bierfallen. Nichts davon hat wirklich geholfen. Irgendwann hatten wir nur noch die Wahl, zur chemischen Waffe, sprich Schneckenkorn zu greifen, oder die Viecher regelmäßig einzusammeln. Schon wegen unserer Hunde entschieden wir uns für die Handarbeit und standen nun vor dem nächsten Problem: Was mit ihnen machen? Sie im Wald aussetzen und uns den Zorn der Forstverwaltung zuziehen?

...weiterlesen "Eklig – schmeckt – niedlich?"

Eigentlich wollte ich ja nur das Interview mit Antje Ravic Strubel sehen, doch leider musste ich vorher miterleben, wie Denis Schreck die meisten Bücher der aktuellen Bestsellerliste niedermachte.  Sieben der Titel kannte ich bis dahin nicht, schon weil sich mein Interesse an Liebes- und anderen Problemen von Heteras (Kerstin Gier, Dora Heldt, Cecilia Ahern) in Grenzen hält.

...weiterlesen "Lieber einen Franz Eberhofer als einen Denis Schreck"

Wenn ich aus meiner Haustür raus – oder auch durch meine Hintertür hinaus gehe – betrete ich eine Welt, die mit dem Internet kaum etwas und mit der Blogosphäre rein gar nichts zu tun hat. Der Misthaufen schräg gegenüber dampft und müffelt wie immer vor sich hin. Die Kühe gucken stets ein wenig gelangweilt und die Kamerunschafe wollen nichts anderes als fressen.

Von Alphabloggern haben sie allesamt noch nie etwas gehört, sie kennen nur den Leithammel und wissen, wenn der seinen Job nicht gut macht, droht ihm die Kastration oder gar der Schlachthof. Es geht ihm dabei kaum anders als dem Gockel, dem Alphakräher, einmal zu früh geweckt und ihm wird der Hals umgedreht.

...weiterlesen "Die Welt vor meiner Haustür"

Vor Kurzem lernten wir eine nette Hetera kennen. Wir plauderten über dieses und jenes und dann sagte sie etwas, das die Liebste und mich noch Tage später erheiterte: »Ich habe ja keine Ahnung von der Lesbenszene, aber unter Frauen geht es bestimmt friedlich zu.«

Setzt Euch hier ein Lesezeichen, und wenn Ihr Morgen aufgehört habt zu lachen, könnt Ihr dann ja weiterlesen …

...weiterlesen "Friedliche Landlesben"