Wieder einmal: Eingetragene Lebenspartnerschaft. Heute: Zwangsouting.

Neulich wurde eine Bekannte vom Personalchef eines mittelständischen Unternehmens beim Bewerbungsgespräch gefragt, warum sie denn ihren Freund nicht heiraten würde? Wenn er ihr schon so wichtig sei, dass sie ihn in ihrem Lebenslauf erwähne. Ähnlich verständnislos reagierte vor ein paar Jahren ein Sachbearbeiter des BAföG-Amts, der zu einem meiner Kinder sagte: „Warum schreibt Ihre Mutter, sie lebe in einer Partnerschaft? Das interessiert doch nicht.“ Und unvergessen bleibt die Frau vom Einwohnermeldeamt, die nach unserem Umzug in den Odenwald die Liebste und mich wegen desselben Nachnamens erst für Schwestern und dann für Mutter und Tochter hielt.

Auch dreizehn Jahre nach Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes ist die Gleichstellung mit der Hetenehe noch in weiter Ferne. Formal erreichen wir zwar Schrittchen für Schrittchen, von Gerichtsurteil zu Gerichtsurteil eine Annäherung, doch der Begriff „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ sorgt nach wie vor für die Unterscheidung zur „richtigen“ Ehe, für Diskriminierung, für Frust und für Zwangsouting. Ganz aktuell geht es um die Meldedaten, die in der katholischen Kirche für verpartnerte Lesben und Schwule zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen führen könnten … für den Fall, dass die betroffenen Mitarbeiter_innen vorher gelogen und sich als ledig anstatt als „in einer Eingetr. Lebenspartnerschaft lebend“ ausgegeben haben.

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Die geheime Lesbe im Weltall

Noch gestern früh hätte ich eine Frage nach Sally Ride nicht beantworten können. Raumfahrt und/oder Astronaut_innen gehörten noch nie zu meinen Interessengebieten. Das Schicksal der armen Laika hat mir schon im Kindergarten jeden möglichen Spaß daran verdorben. »Nee, zurückgekommen ist der Hund nicht mehr. Den haben bestimmt die Marsmenschen gefressen«, wurde mir damals von einem gleichaltrigen Alleswisser erklärt.

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Das leidige Thema Zwangsouting

Akt 1: Im Bundestag wird über die Eheöffnung für homosexuelle Paare namentlich abgestimmt. Schwarz-Gelb ist beinah geschlossen dagegen. Bei der CDU kaum verwunderlich, das Verhalten der FDP Abgeordneten wird jedoch heftig kritisiert. Schließlich hat diese Partei erst vor Kurzem die Eheöffnung in ihr Programm aufgenommen.

Akt 2: In der TAZ kommentiert Elmar Kraushaar den Vorgang und nennt die »lesbisch-schwule Prominenz der Regierungskoalition« beim Namen, darunter auch Altmaier und Schavan.

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