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Info Karnele

2015 wurde die Karnele teilweise "zerschossen". Zerschossen, so nannten es die IT Menschen, die ich um Hilfe gebeten hatte. Trotz ihrer netten Erklärungsversuche habe ich nie ganz verstanden, was genau passiert war. Deshalb benutze ich den Begriff "zerschossen" auch nur ungern, sondern spreche lieber von "mutwillig zerstören" oder "bösartig kaputt machen". Für mich mit meinen rudimentären IT Kenntnissen passen diese Begriffe einfach besser.

Seit einiger Zeit läuft der Wiederaufbau. Eine aufwendige Angelegenheit, die durch meine Krankheit auch immer wieder unterbrochen werden muss. In den 16 Jahren des Bestehens der Karnele hatte sich unglaublich viel angesammelt. Wesentlich mehr, als ich selbst zunächst vermutete und der große Fehler, nicht regelmäßig Sicherheitskopien zu ziehen, rächt sich nun. Zum Beispiel fehlen beinah sämtliche Bildbeschreibungen und Verlinkungen. Vieles muss erst mühsam wieder zusammengesucht werden. Es wird also noch eine Weile dauern, bis die alte Karnele wieder steht.  

Nele Tabler, Mai 2017

Zu den Themen auf dieser Seite:

In meinen Kolumnen, neudeutsch: Blog, beschäftige ich mich hauptsächlich mit Themen, die für Frauen und Lesben interessant sind und gehe dabei auf sehr unterschiedliche Aspekte des Lebens ein. Schubladen sind mir zuwider, aber wenn ich einen Oberbegriff für die Karnele nennen müsste, würde der sicher „Feminismus und lesbisches Leben“ lauten.

Mich interessiert die Werbung für Inkontinenzartikel ebenso wie die Frage, weshalb ein Fernsehsender Frauen dazu auffordert, 50 Gramm Puderzucker zu entkrümmeln, oder warum Barbie und Ken sich getrennt haben. Und egal, welches Thema auf der Karnele angesprochen wird, es geht immer darum, einen Mikrokosmos zu erkennen und zu beschreiben.

Herzlich Willkommen bei Karnele

Diese Seite existiert seit 2002, sie entstand aus der ehemaligen „lesbenliebenleben“ Seite, auf der bereits 1999 die ersten Kolumnen von mir erschienen sind. Urprünglich sollte die Karnele nicht ganz so umfangreich werden, doch mit der Zeit entwickelte sie ein Eigenleben und nach und nach kamen weitere Rubriken dazu. Auf den folgenden Seiten findet Ihr derzeit mehr als hundert Kolumnen und Geschichten, dazu Rezepte, Buchempfehlungen, Fotos aus Hinnedausch und viele gifs und jpgs aus der lesbisch-schwulen Regenbogenwelt.

Die Seite ist in den letzten Jahren immer wieder überarbeitet worden, doch nun haben wir endlich in den sauren Apfel gebissen und sind endlich in der Welt des Web 2.0 angekommen. Es war viel Arbeit, alles in das neue System zu übertragen …

wie z. B. die „Über mich“ Seite:

Was soll frau denn über sich schreiben?

Keine Ahnung, wie andere die Texte für ihre »Mich« »Über uns« -Seiten verfassen. Ich denke schon seit Monaten darüber nach, was und wie viel ich denn von mir preisgeben will und was ist interessant für diese Webseite? Aus dem Verkaufserfolg der »Feuchtgebiete« von la Roche schließe ich, manche Menschen wollen vielleicht tatsächlich wissen, wie halten es denn Autorinnen mit der Hygiene? Nun, ich kann versichern: Ich wasche mich regelmäßig und das wäre eigentlich bereits alles von mir zu diesem Thema.

Zusammen mit meiner Liebsten und zwei Hunden lebe ich in einem kleinen Odenwalddorf, wie all denen bekannt sein dürfte, die schon die eine oder andere Kolumne gelesen haben. Auf diesem Weg haben sie auch erfahren, dass ich meine Haare färbe und Kontaktlinsen trage.

Ein Lebenslauf beginnt gewöhnlich mit der Geburt. Ich wurde in Aschaffenburg geboren. Das Datum ist uninteressant und ich versichere, das Jahr 1970, wie ich einmal bei »Autoren aus Baden-Württemberg« lesen konnte, ist definitiv falsch ist. Angeblich habe ich erst spät mit dem Sprechen begonnen. Die Familiensaga behauptet, mein erstes Wort sei der pure Rassismus gewesen. Man schenkte mir eine schwarze Puppe und ich soll begeistert »Mohrle« geschrien haben. Beim Lesenlernen bin ich anscheinend auch nicht die Schnellste gewesen. Doch nachdem ich es einmal konnte, wurden Bücher zu einem unverzichtbaren Teil meines Lebens. Daran hat sich bis heute nicht geändert. Ich bin weder an Einbauküchen noch an Autos interessiert, mein Bücherbestand hingegen vermehrt sich beinah täglich.

Ich habe früh angefangen zu schreiben, wenn auch nur für mich, die Schublade oder den Papierkorb. Da mir die Feinheiten der deutschen Rechtschreibung immer verborgen geblieben sind, erkannte man in die Schule auch nicht meine Fähigkeiten, mich schriftlich auszudrücken und meine Deutschnoten waren ebenso katastrophal wie die in all den anderen Fächern. Nur in Religion war ich gut, weiß der Himmel warum. Dennoch habe ich bereits mit vierzehn Jahren mein erstes Geld mit einer Geschichte verdient. Sie erschien auf der Kinderseite der Lokalzeitung und man zahlte mir tatsächlich ein Zeilenhonorar. Es war also naheliegend, dass ich irgendwann begann, richtige Bücher schreiben zu wollen.

Es hat noch einige Jahre gedauert, bis ich einen meiner Ergüsse das erste Mal in gedruckter Form sehen konnte. Details tun hier nichts zur Sache. Es war eine Geschichte für Heteros und entstand in einem Leben, das ich heute beinah schon vollkommen aus meinem Gedächtnis verdrängt habe. Frau muss finanziell auch überleben können und irgendwie ihre Brötchen verdienen. Ausschließlich für Lesben zu schreiben, wäre ein wunderschöner, aber sehr unrealistischer Traum. So kommen die Heteros auch heute noch manchmal in den Genuss einer Liebesgeschichte von mir.

War das jetzt eine »Mich«-Seite?

Interview_Moritz_April_2009 mit der Zeitschrift Moritz