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Morgen ist Valentinstag, wenigstens behauptet das die Werbung von Fleurop und mon cheri. In meiner filter bubble heißt der Tag anders, hier wird vom V-Day gesprochen und nicht zum Konsum aufgefordert, sondern über die geplanten Aktionen für One Billion Rising berichtet. Die rein zufällige zeitliche Nähe zu #aufschrei hat sogar die Medien außerhalb des Internets für ihre Verhältnisse recht früh schnallen lassen, dass dieses Jahr am 14. Februar einiges anders als gewohnt laufen soll.

...weiterlesen "Dasselbe sehen und nicht das Gleiche"

Hannelore Renner war 12 Jahre alt, als sie Ende des Zweiten Weltkriegs von Soldaten vergewaltigt wurde. Ihr Schicksal ist im Gegensatz zu dem ihrer meisten Leidensgenossinnen heute einer breiten Öffentlichkeit bekannt, weil sie später mit Helmut Kohl verheiratet gewesen war und nach ihrem Tod mehrere Bücher über ihr Leben erschienen.

In den Jahren 1945/46 wurden in Deutschland geschätzte drei Millionen Frauen vergewaltigt. Genaue Zahlen gibt es dazu natürlich nicht, in jener Zeit wurden keine Statistiken erstellt. Die Filmemacherin Helke Sander geht zum Beispiel davon aus, dass sieben bis acht Prozent (ca. 100.000 bis 125.000) der in Berlin lebenden Frauen damals Opfer einer Vergewaltigung wurden.

...weiterlesen "Ein Land der vergewaltigten Frauen und der Vergewaltiger"

Seit gestern taucht das Unwort Ehrenmord mal wieder vermehrt in den Medien und auf Twitter auf … Incl. aller bekannten Begleiterscheinungen vom Rassismus bis zur Beschimpfung älterer Feministinnen, weil die einen das Wort benutzen, die anderen es in Anführungszeichen setzen und die nächsten Ersatzbegriffe erfinden, die kaum besser sind, vom Schwesternmord bis zum Familiendrama …

...weiterlesen "Morde an Frauen Morde nennen"

In meiner Timeline tauchen immer mal wieder Tweets eines gewissen Rechtsanwalts auf. Manchmal sind es recht nützliche Hinweise, trotzdem stößt mir sein Name jedes Mal sauer auf. »Polizistin nutzt Facebook als Pranger«, heißt sein neuester Blogeintrag, in dem er sich über die Sportlerin Ariane Friedrich echauffiert. Ihr Verbrechen: Nach unzähligen sexuellen Belästigungen ist ihr der Kragen geplatzt.

...weiterlesen "Nicht die Belästigung ist das Problem, sondern die Frau"

Feministische und/oder lesbische Bloggerinnen sind ja daran gewöhnt, Mails der übelsten Sorte von Idioten zu erhalten. Darüber habe nicht nur ich schon mehrmals geschrieben und gesprochen, auch andere Frauen berichten ab und zu von solchen Nachrichten. Den meisten von ihnen geht es ähnlich wie mir: Wir sind an diese Scheiße bereits derart gewöhnt, dass wir auf fünf, sechs, sieben Mails gar nicht mehr reagieren, sondern sie achselzuckend und beinah schon automatisch einfach löschen.

...weiterlesen "Keine Angst, Ihr feministischen/lesbischen Bloggerinnen, das ist nur geschmacklose Prosa!"

In St. Petersburg ist „Propaganda für Homosexualität“ ab jetzt eine Straftat. Was Propaganda ist, entscheidet die Behörde im Einzelfall …

Als Lesbe mit dem offiziellen Familienstand „verpartnert“ gehöre ich wohl automatisch zu denjenigen, die für Homosexualität „Propaganda betreiben“.

...weiterlesen "St. Petersburg, eine europäische No-go-Area für LGBTI Menschen"

In Boston wurden drei Lesben angeklagt, weil sie einen Schwulen zusammengeschlagen haben sollen. Die Prügel an sich werden anscheinend nicht infrage gestellt, wohl aber der Anlass. Während die Staatsanwaltschaft behauptet, die Frauen hätten aus Schwulenhass gehandelt, erklären die Lesben, der Mann habe sie rassisitisch beschimpft. Seine sexuelle Orientierung sei ihnen gar nicht bekannt gewesen. Hate Crime vs. Hate speech?