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Schlagwort: Landleben

Elektrogroßgeräte für Landeier

Vor ein paar Jahren noch erschien uns Amazon wie ein Geschenk des Himmels für die Landbevölkerung. Endlich konnten auch wir alles Nötige und Unnötige kaufen und bekamen es sogar noch ins Haus geliefert. Vorbei mit der Verschwendung freier Samstage für Zwangsausflüge in die nächste Großstadt. Nun ließen sich selbst Geburtstagswünsche wie eine pink-gelb-türkis karierte Leggins ganz einfach erfüllen.

Es hat ein paar Jahre gedauert, bis uns die Kehrseite der Medaille bewusst geworden war. Mittlerweile geben wir uns Mühe, einen großen Bogen um Amazon zu machen. Doch ausschließlich in kleinen Fachgeschäften vor Ort einzukaufen, klappt natürlich nicht.

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Über einen Bäckerwagen und das Sterben des Ländlichen Raums

Seit wir in Hinnedausch wohnen, also seit inzwischen beinah dreizehn Jahren, verliefen unsere Samstage immer ähnlich. Zumindest die Vormittage. Gegen halb neun fuhr der hupende Bäckerwagen in den Hof. Wir kauften verschiedene Brötchen, Brot und Brezeln, und manchmal auch Hefezopf, Kuchen oder Nudeln. Danach frühstückten wir in aller Gemütlichkeit, lange und ausgiebig. Das konnte sich schon mal bis zum Mittag hinziehen.

Gefahren wurde der Bäckerwagen von zwei Frauen, die dann auch die Backwaren verkauften. Sie wechselten sich wochenweise ab und wurden von uns »die Alte« und »die Junge« genannt. Aus vollkommen unerfindlichen Gründen sind wir in all den Jahren nie auf die Idee gekommen, uns einmal nach ihren Namen zu erkundigen.

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Krankes Gesundheitswesen 9

Der Vorfall mit der Schwester der Sozialstation hat mich nicht nur wütend und traurig zugleich gemacht, sondern mir auch den nötigen Energieschub verpasst, mich endlich einmal selbst mit meinen Krankenakten zu beschäftigen. Bisher hatte ich mich davor gescheut, sie mir näher anzusehen. Mir hatte der Mut gefehlt, denn ich wollte gar nicht so genau wissen, was darin steht und hatte es der Liebsten überlassen, sie zusammenzutragen, zu lesen und zu ordnen.

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„Herr Ministerpräsident und Herr Minister haben mich gebeten, Ihnen zu antworten“

Der Brief lag schon seit dem 1. August im Mailfach, aber ich habe mich erst heute dazu überwinden können, ihn Wort für Wort zu lesen. Beim ersten Überfliegen vor zwei Wochen überkam mich das starke Bedürfnis, irgendwelche Vertreter_innen von Landesregierung und/oder deren Parteien anzubrüllen. Laut. Stundenlang. Und ziemlich egal welche, ganz nach dem alten Spruch meiner Oma: Alle in einen Sack stecken und draufhauen, es wird schon die Richtigen treffen.

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