Strategien: Impressum? Nein Danke!

In unserem Impressum steht: „Wir warnen alle Spinner, potenziellen Stalker und Sittenstrolche davor, diese Adresse für ihre Hobbys zu nutzen! Bei Missbrauch erstatten wir Anzeige und unsere Hunde freuen sich auch immer auf Frischfleisch!“

Laut unserer Webstatistik wurde allein im vergangenen Jahre das Impressum 1961 x angeklickt. Und seit Anfang dieses Jahres haben sich bereits 382 Leutchen dafür interessiert. Ich habe keine Ahnung, wie Ihr Euch im Internet verhaltet, doch ich denke mal, die Wenigsten von Euch werden sich ohne einen besonderen Anlass das Impressum einer Webseite ansehen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie kommen solchen Zahlen zustande?

Die Impressumspflicht bei Webseiten ist seit Langem immer wieder Thema in verschiedenen Foren, Blogs etc. Häufig geht es darum, wann gilt sie? Wer muss seinen Namen, seine Adresse, seine Telefonnummer veröffentlichen? Viele sind der Ansicht, wenn sie keine Waren oder Dienstleistungen anbieten, seien sie dazu nicht verpflichtet … sie glauben das, bis sie einem Abmahnungsabzocker in die Hände fallen und plötzlich Anwaltsgebühren im vierstelligen Bereich fällig werden.

Juristische Spitzfindigkeiten interessieren mich wenig. Es ist mir vollkommen egal, was sich Politik_innen dabei einmal gedacht haben mögen, als sie dieses Gesetz beschlossen, und welchem Zweck es eigentlich dienen sollte. Denn die Realität sieht so aus:

Eine Frau, die im Internet einen Text veröffentlichen will, darf dies nur machen, wenn sie gleichzeitig bereit ist, allen anderen Internetuser_innen ihre Adresse und Telefonnummer (Handy gilt nicht!) zugänglich zu machen. Macht sie das nicht, droht die Abmahnung. Macht sie es, droht der Stalker. Es bleibt ihr nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Oder Lepra: Nichts mehr schreiben.

In einem Forum zum Thema Impressum schrieb ein Herr: „Wer sich gegen die Impressumspflicht wehrt, führt etwas im Schilde, plant, andere Menschen zu betrügen. Denn wer nichts zu verbergen hat, macht aus seiner Adresse doch kein Geheimnis.“

Tja, da bleibt mir als Antwort nur: „Wer auf der Impressumspflicht besteht, ist ein möglicher Stalker, er plant, eine Frau zu belästigen. Wer kein potenzieller Sexualstraftäter ist, interessiert sich auch nicht für die Adressen und Telefonnummern fremder Frauen!“

Seit Jahren schreibe ich immer wieder eine Mail an Datenschutzbeauftragte, Politiker_innen etc., wie ich gerade lustig bin und es sich ergibt:

Sehr geehrten Damen und Herren,

ich habe eine Frage zum Impressum im Internet bzw. Whois und hoffe, dass ich bei Ihnen richtig bin.
Ich bin Schriftstellerin, schreibe hauptsächlich für lesbische Frauen und betreibe eine Webseite. Um potenzielle Leserinnen zu erreichen, ist für mich die Präsenz im Internet wichtig.
Was ich allerdings nicht verstehe: Meine Telefonnummer konnte ich für die normale Auskunft sperren lassen. Auf und wegen meiner Webseite muss ich allerdings nicht nur die Telefonnummer, sondern auch noch gleich meine Adresse für jeden Spinner, Stalker und Sexualstraftäter öffentlich machen.

Könnten Sie mir das erklären?
Danke im Voraus für Ihre Antwort

Vielleicht haben ja einige von Euch ebenfalls Lust, deswegen nachzufragen. Schreibt Mails!!

© Nele Tabler 2010

Nachtrag

Neben Pest, Cholera und Lepra hatte ich eine vierte Wahlmöglichkeit ganz übersehen: Ebola. Netterweise hat mich ein junger (?) Mann darauf aufmerksam gemacht. Er schrieb, wer so dumm sei wie ich und eine Webseite innerhalb des deutschen Rechtsgebiets betreiben wolle, dürfe sich nicht über die derzeitige Art der Impressumspflicht beschweren.

Also Möglichkeit 4, Ebola: Wir verlegen unsere Blogs etc. auf Server ins Ausland, ganz wie es die Nazis tun. Wir sparen uns auf diese Weise das Impressum, können allerdings dann auch keine Anzeige erstatten, wenn z. B. unsere Webseiten gehackt oder mit „Blödsinn“ vollgemüllt werden – und müssen immer damit rechnen, dass unsere Texte eines Tages spurlos verschwunden sind und wir niemand dafür in Regress nehmen können.

Ich muss sagen, lieber junger Mann, Ebola gefällt mir ebenso wenig wie Pest, Cholera oder Lepra.

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18 Antworten auf Strategien: Impressum? Nein Danke!

  1. grenzgängerin sagt:

    Gute Idee, wird aber nur funktionieren, wenn ganz viele Frauen sich darüber beschweren. Wegen Deinen mails allein wird sich nichts ändern.

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  2. Piratenweib sagt:

    Hallo Nele,
    das gefällt mir sehr gut. Darf ich deinen Text bei mir im Blog übernehmen? Ich meine so ganz am Stück? Besser kann ich das selbst nicht formulieren und auch die Idee mit den Mails finde ich ganz gut. Da können wir doch sicher noch ein paar mehr Frauen aktivieren …

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  3. Angela sagt:

    Hallo Nele,

    an welche Politiker hast Du schon geschrieben? Eine solche Aktion halte ich als direkt betroffene für richtig gut!

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  4. Nele sagt:

    @Angela
    Zitat:

    an welche Politiker hast Du schon geschrieben

    Viele :-) Ich hatte damals gezielt mit den Promis angefangen: Merkel, Müntefering (den gab es damals noch), Westerwelle, Beck usw. und danach ging und geht es bis heute nach dem Lust und Laune Prinzip: Wer mir gerade beim Lesen oder im TV oder Radio besonders auffällt, kriegt eine Mail. Da sind bestimmt einige dabei, die ich schon 2 oder 3 mal angeschrieben habe. Die Reaktionen sind immer ähnlich: Sie verstehen mich ja, aber das wäre nun mal nicht zu ändern, weil … das lese ich dann schon nicht mehr :-) Manche sind dann sogar noch so “nett” und schicken ihr Parteiprogramm als Anhang mit.

    Gruß
    Nele

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  5. grenzgängerin sagt:

    Zitat:

    Ich muss sagen, lieber junger Mann, Ebola gefällt mir ebenso wenig wie Pest, Cholera oder Lepra.

    Mir auch nicht

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  6. Lovis K sagt:

    Eine email-Liste (fast) aller Bundestagsabgeo rdneten ist bei mir gerade in Arbeit. Stelle ich Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung. LG Lovis #JagdAberFair

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  7. Alex sagt:

    Ich teile deine Kritik an der derzeit gültigen Regelung zur Impressumspflic ht, die auch für private Blogs gilt – nach § 55 RStV eigentlich für jede Website, die nicht paßwortgeschütz t ist. Aber ich finde die Art und Weise, wie du diese Kritik äußerst, hochproblematis ch.

    Ich bin aus rechtlichen Gründen nicht dafür, jedes private Blog komplett von einer Impressumspflic ht zu befreien. Bei Blogs und teilweise auch bei anderen privaten Websites muß eine Abwägung zwischen dem Recht der Betreiberin oder des Betreibers auf Privatheit und den Rechten Dritter stattfinden. Wenn im Rahmen eines Blogs Rechte Dritter verletzt werden, etwa durch massive Beleidigungen, muß eine verantwortliche Person erreichbar sein. Man kann dafür aber m. E. auch heute schon durchaus Regelungen finden, die trotzdem den Schutz der Privatsphäre der Bloggerin oder des Bloggers gewährleisten und sie nicht zwingen, Daten offenzulegen, um so Stalking und Belästigungen zu verhindern. Man könnte beispielsweise eine dritte, männliche Person als Admin-C wählen und deren geschäftliche Daten im Impressum angeben. Das dürfte angesichts der Haftungspflicht en des Admin-C auch für Inhalte von Websites durchaus legal sein. Teilweise ist das wohl auch schon gängige Praxis. Vielleicht kann man das ja nochmal mit einem Anwalt besprechen. Aber Dritte müssen eben auch auf privaten Seiten die Möglichkeit haben, sich zumindest gegen erhebliche Rechtsverletzun gen, die sich gegen sie wenden, wehren zu können. Denn auch für diese Personen gelten unsere rechtsstaatlich en Prinzipien, nicht nur für die Betreiberinnen und Betreiber von Blogs. Aber wenn alle Verantwortliche n für eine Domain völlig anonym bleiben, geht das eben nicht. Und das kann nicht sein.

    Du bemerkst vielleicht, daß ich mir bei dieser Argumentation durchaus was gedacht habe. Aber da ich nicht strikt gegen eine Impressumspflic ht für private Blogs bin, bin ich deiner Argumentation nach ja auf jeden Fall ein potentieller Stalker und Vergewaltiger. Mir fehlen angesichts dieser unschönen Worte selbst die Worte, wenn ich ehrlich bin. Deine Argumentation ist genauso falsch, unzulässig pauschalisieren d und oberflächlich wie die Position “Wer nichts zu verbergen hat…”. Natürlich kann man das jemandem, der die “nichts zu verbergen”-Argumentation bringt, erst mal ironisch entgegenhalten. Ich frage mich aber, ob es wirklich nötig war, sich im Rahmen dieses Blogeintrags auf dieses Niveau zu begeben, und vor allem, ob das einer unaufgeregten, konstruktiven Diskussion der Problematik zuträglich ist. Ich denke, keinesfalls. Und daß das jetzt auch noch in anderen Blogs von Frauen die Runde macht, macht es mitnichten besser. Im Gegenteil. Und das finde ich traurig. Du hast schließlich ein echtes Problem formuliert, das man breit diskutieren müßte und das natürlich auch nicht nur Frauen betrifft. Aber man kann das nicht breit diskutieren, wenn jeder, der eine in Teilen abweichende Position vertritt, gleich als potentieller Straftäter diffamiert wird. Schade drum. Wirklich.

      Zitieren

  8. Nele sagt:

    @Alex

    Zitat:

    männliche Person als Admin-C

    Einer lesbischen Autorin, die häufig öffentlich auftritt, so was zu raten, ist doch wirklich etwas lächerlich, oder?

    Nele

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  9. mh sagt:

    solange die denic freien zugang zu den daten lässt, ist das impressum ohnehin überflüssig.

    ungeachtet dessen, habe ich hier aufs impressum geclickt, weil es mich regelrecht anspringt. es ist, im gegensatz zu sonst überall, recht prominent platziert.

    der zweite grund war mein links nach rechtslesen und die ungeduld bis zum “info” zu lesen, sonst hätte ich erst dort drauf geclickt und mir das impressum gespart.

    und dann war ich auch zu faul groß rumzuscrollen und nach dem twitter-acc-hinweis zu suchen und fand ihn dann doch recht schnell per impressum.

    ich wollte dadurch aber nun nicht böse wirken. :P

    interessant find ichs insofern, als dass das impressum oftmals interesse weckt. man liest immer wieder von erstaunten leuten, die sich über clickraten im impressum wundern.

    dabei ist es der schnellste weg zu einem umfassenden überblick, wie man eine seite einzuordnen hat.

    mfg
    mh

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  10. Ralle NL sagt:

    Ich stimmer Dir 100% zu, und das als Mann !
    Ich hab da auch so einige Probleme mit, und nicht nur im Bezug auf Blogs oder Websites. Es werden hier sinnlose Entscheidungen getroffen die man wirklich nicht nachvollziehen kann. Wem nutz es in ein Impressum zu schauen ? Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetz ung muß der Anwalt eh die Provider-Daten anfordern, und das kann er auch über den Namen der Seite, da muß man kein Impressum haben.

    Hier mal ein anderes Beispiel,für “Impressumspflic ht”

    Ich hatte mich einige Jahre mit dem Ordnungsamt in der Wolle, da ich meine Adresse nicht außen an der Kneipe stehen hatte, das gab ne Strafandrohung in Höhe von 500,-€, dann hab ich sie halt rangeschrieben, dabei hätte ich lieber die Strafe zahlen sollen. Das Ergebnis war eine leergeräumte Wohnung und 75 tausend deutsche Mark Schaden, der nur zu 80% von der Versicherung getragen wurde. 20 % wurden abgezogen wegen “Dummheit”, man solle seine Adresse nirgends öffentlich anschlagen,scho n garnicht wenn daneben steht “wegen Urlaub von-bis geschlossen”.Schlußfolgerung war danach eindeutig.

    Ich Habe nun im Impressum einen Namen ne mailaddy und ne Tel.Nummer stehen, mehr gibbet nicht, das reicht für die, die mich finden möchten allemal,nur wohn ich nun in NL, da will keiner vorbeikommen. Für alles andere hat man seinen Anwalt, ich mach mich da nichtmehr verrückt. Es dauert aber in Deutschland halt immer 20 Jahre bis die verantworlichen Hirne anfangen sich in Bewegung zu setzen.

    Grüße Ralle

      Zitieren

  11. Nele sagt:

    @mh

    Zitat:

    solange die denic freien zugang zu den daten lässt, ist das impressum ohnehin überflüssig.

    Ganz meine Meinung :-) Der Titel Impressum? Nein Danke! ist einfach griffiger :-) , aber in meiner Mail wird ja whois ausdrücklich erwähnt. Das gehört zusammen.

    LG
    Nele

      Zitieren

  12. Alex sagt:

    zitiere Nele:

    @Alex

    Zitat:

    männliche Person als Admin-C

    Einer lesbischen Autorin, die häufig öffentlich auftritt, so was zu raten, ist doch wirklich etwas lächerlich, oder?

    Nele

    @Nele wieso? Es gibt viele Frauen, die häufig öffentlich auftreten, die aber ihre privaten Kontaktdaten aus verschiedensten Gründen sehr gut geschützt halten. Und was das mit “lesbisch” zu tun haben soll, erschließt sich mir schon gleich gar nicht. Das ist eine rein organisatorisch e Angelegenheit, die sich bewerkstelligen läßt. Mir ist bewußt, daß es Situationen geben kann, in denen sich solche Konstellationen aus persönlichen Gründen nicht als Lösung des Problems eignen, aber daß das in Einzelfällen kein geeignetes Mittel sein mag, habe ich auch nirgends betritten. Das war vielmehr ein genereller Vorschlag zur Diskussion des Problems – zu einer Diskussion, die du gar nicht willst, wie mir scheint.

    Natürlich kann man sich überlegen, die Impressumspflic ht für private Blogs abzuschaffen. Dann mußt du allerdings auch die Frage beantworten können, wie du ohne Impressumspflic ht für private Blogs sicherstellen willst, daß Dritte ihre rechtsstaatlich garantierten Möglichkeiten wahrnehmen können, gegen Rechtsverletzun gen in Blogs, die sie betreffen, vorgehen zu können. Diese Frage stellt sich nun mal neben der Frage des Schutzes der Betreiberinnen und Betreiber auch. Das kann und darf man nicht ignorieren. Und auf die Antwort bin ich wirklich gespannt. Die Aussage “Juristische Spitzfindigkeit en interessieren mich wenig” ist in meinen Augen zumindest keine befriedigende Antwort auf diese zentrale Frage.

      Zitieren

  13. Piratenweib sagt:

    zitiere Alex:

    zitiere Nele:

    @Alex

    Zitat:

    männliche Person als Admin-C

    Einer lesbischen Autorin, die häufig öffentlich auftritt, so was zu raten, ist doch wirklich etwas lächerlich, oder?

    Nele

    @Nele wieso? Es gibt viele Frauen, die häufig öffentlich auftreten, die aber ihre privaten Kontaktdaten aus verschiedensten Gründen sehr gut geschützt halten. Und was das mit “lesbisch” zu tun haben soll, erschließt sich mir schon gleich gar nicht. Das ist eine rein organisatorisch e Angelegenheit, die sich bewerkstelligen läßt. Mir ist bewußt, daß es Situationen geben kann, in denen sich solche Konstellationen aus persönlichen Gründen nicht als Lösung des Problems eignen, aber daß das in Einzelfällen kein geeignetes Mittel sein mag, habe ich auch nirgends betritten. Das war vielmehr ein genereller Vorschlag zur Diskussion des Problems – zu einer Diskussion, die du gar nicht willst, wie mir scheint.

    Natürlich kann man sich überlegen, die Impressumspflic ht für private Blogs abzuschaffen. Dann mußt du allerdings auch die Frage beantworten können, wie du ohne Impressumspflic ht für private Blogs sicherstellen willst, daß Dritte ihre rechtsstaatlich garantierten Möglichkeiten wahrnehmen können, gegen Rechtsverletzun gen in Blogs, die sie betreffen, vorgehen zu können. Diese Frage stellt sich nun mal neben der Frage des Schutzes der Betreiberinnen und Betreiber auch. Das kann und darf man nicht ignorieren. Und auf die Antwort bin ich wirklich gespannt. Die Aussage “Juristische Spitzfindigkeit en interessieren mich wenig” ist in meinen Augen zumindest keine befriedigende Antwort auf diese zentrale Frage.

    Murmeltier! (claudiakilian.de/…/…)

      Zitieren

  14. Piratenweib sagt:

    zitiere Alex:

    Man könnte beispielsweise eine dritte, männliche Person als Admin-C wählen und deren geschäftliche Daten im Impressum angeben.

    Das ist jetzt ein Scherz, oder?
    Du machst hier allen Ernstes den Vorschlag, Frauen mögen einen Mann als Schutzschild vorschicken? Sollen sich freiwillig wieder unsichtbar machen? Verantwortung abgeben? Nicht zu fassen …

    zitiere Alex:

    Aber da ich nicht strikt gegen eine Impressumspflic ht für private Blogs bin, bin ich deiner Argumentation nach ja auf jeden Fall ein potentieller Stalker und Vergewaltiger. Mir fehlen angesichts dieser unschönen Worte selbst die Worte, wenn ich ehrlich bin.

    Dafür hast du hier aber ganz schön viel geschrieben :lol:
    zitiere Alex:

    Deine Argumentation ist genauso falsch, unzulässig pauschalisieren d und oberflächlich wie die Position “Wer nichts zu verbergen hat…”. Natürlich kann man das jemandem, der die “nichts zu verbergen”-Argumentation bringt, erst mal ironisch entgegenhalten.

    Die Argumentation ist nicht oberflächlich, pauschalisieren d möglicherweise. Das mag daran liegen, dass viele Frauen aufgrund ihrer Erfahrungen eine völlig andere Sichtweise auf das Problem haben UND nicht mehr bereit sind, irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Warum müssen wir Frauen immer dazu sagen “aber es gibt auch andere”? Dass es auch andere gibt ist unbestritten. Übrigens bedeutet die Formulierung “potentieller Stalker” nichts anderes als es eben wörtlich bedeutet. Es drückt eine Möglichkeit aus, keine Tatsache. Ich bitte das mal realistisch zu betrachten.

    zitiere Alex:

    Ich frage mich aber, ob es wirklich nötig war, sich im Rahmen dieses Blogeintrags auf dieses Niveau zu begeben, und vor allem, ob das einer unaufgeregten, konstruktiven Diskussion der Problematik zuträglich ist. Ich denke, keinesfalls. Und daß das jetzt auch noch in anderen Blogs von Frauen die Runde macht, macht es mitnichten besser. Im Gegenteil. Und das finde ich traurig.

    Oh doch! Das macht es besser, viel besser! So ist sie 1. nicht mehr allein mit dem Problem, 2. wird eine breitere Öffentlichkeit darauf aufmerksam und 3. hat jede Frau eine andere Herangehensweis e an bzw. Umgangsweise mit dem Problem.

    zitiere Alex:

    Du hast schließlich ein echtes Problem formuliert, das man breit diskutieren müßte und das natürlich auch nicht nur Frauen betrifft. Aber man kann das nicht breit diskutieren, wenn jeder, der eine in Teilen abweichende Position vertritt, gleich als potentieller Straftäter diffamiert wird. Schade drum. Wirklich.

    Ach ja? Man müsste breit diskutieren? Und wie soll das bitte gemacht werden, wenn es niemand weiß, weil es in Frauenblogs nicht die Runde machen darf? Hallo? Jemand zu Hause?
    Wir sind übrigens alle potentielle Straftäter, weil das in unserem Menschsein begründet ist. Jede/r von uns könnte in einer bestimmten Situation zur/zum Schläger/in, Dieb/in oder Unfallflüchtige n werden. Oder, oder … Daher: siehe oben. Murmeltier.

      Zitieren

  15. Brent sagt:

    Dieser Beitrag ist egoistisch, sexistisch und diskriminierend , da er den Anschein erweckt, nur Frauen könnten Opfer von Stalkern werden.

    Zwischen den Zeilen klingt der Unterton, daß Frauen ihre Telefonnummer verbergen dürfen sollten, während Männer weiterhin für jeden erreichbar sein sollen.

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  16. Angelika sagt:

    von wg. Impressum : u.a. im lawblog von Udo Vetter ist ein Beitrag “Private Blogs : Impressumspflicht ?” (ich wollte nicht den link ohne weiteres einfach reinkopierren, da dies oft als “spam” behandelt wird)
    und nein, eine telefonnummer ist dann nicht nötig.
    es gibt genügend private (frauen)-blogs die das für sich “gelöst” haben (z.b. opalkatze, vorspeisenplatte, damenwahl).

    btw, ich hätte da keine “angst”, dass stalker, trolls etc. dies gegen einen privaten blog nutzen könnten von wg. “abmahnung (wenn du deine adresse hier nicht nennst) !

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    • Nele sagt:

      Ich setze den Link noch ein. Keine Ahnung, ob das als Spam behandelt würde. Ich sammle mit wordpress erst noch Erfahrungen.

      Die Karnele gilt aber nicht als privater Blog, weil hier Banner für Bücher laufen und mit amazon verlinkt sind. Das gilt bereits als gewerblich.

        Zitieren

  17. Angelika sagt:

    danke Nele ;-)
    hm, euren amazon-link habe ich nicht gesehen, obwohl ich hier mehrmals eure seite angeschaut habe.
    habe gerade mal ins impressum von fembio geschaut – Luise hat ja auch amzon etc. sehr deutlich auf allen seiten, nicht nur ihrem blog ?!
    http://www.fembio.org/biographie.php/frau/impressum

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