In der Nacht habe ich von einem Tisch geträumt. Einem riesigen ovalen Tisch, dessen Größe wohl auch die Wichtigkeit der Dinge unterstreichen soll, die an ihm diskutiert, geplant, beschlossen werden. Und weil ich zu Tischen sowieso ein gespaltenes Verhältnis habe, ja, um ehrlich zu sein, ich richtig neidisch auf die Besitzer_innen des Tisches bin – was könnten die Liebste und ich alles darauf deponieren – ist es wahrscheinlich kaum verwunderlich, dass er mir im Traum erschien.
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War’s nicht die Erziehung, war’s der Kaiserschnitt
Vorab: Ich bezweifle keineswegs, dass so mancher Kaiserschnitt überflüssig ist und nicht aus medizinischen Gründen, sondern wegen des Dienstplans durchgeführt wird. Auch darf man nie vergessen, dass es sich dabei um eine Operation mit allen üblichen Begleiterscheinungen handelt.
»In Deutschland kommt jedes dritte Kind durch einen Kaiserschnitt auf die Welt. – Es ist höchste Zeit, die Kaiserschnittrate zu senken …«
meint der Runde Tisch des AKF (Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V.) »Lebensphase Eltern werden« und hat deshalb eine Kampagne zur Senkung der Kaiserschnittrate in Deutschland gestartet.
Kommentare geschlossenHört auf zu beißen, macht lieber Politik!
Ein Mensch der Piratenpartei, von dem ich bis gestern nur wusste, dass er wohl mal im Fernsehen ohne Socken aufgetreten ist, hat im FAZ Feuilleton über seine Erfahrungen als zeitweiliger Hartz IV Empfänger geschrieben. Mir mangelt es an Zeit, Lust und Möglichkeiten, die Details seiner Geschichte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Ebenso wenig interessieren mich seine Motive, weshalb er damit an die Öffentlichkeit gegangen ist.
Hartz IV Empfänger_innen schaffen es fast nie als aktive Personen in die Medien und erst recht nicht in die FAZ. Normalerweise berichten nicht sie, sondern es wird über sie berichtet, mal voll Mitleid, mal mit bösen Unterstellungen. In diesem elenden System, das 2006 unseren früheren Sozialstaat abgelöst hat, hat man den Betroffenen das Recht abgesprochen, selbst zu agieren, ihnen bleibt (meist) nur die Option des Reagierens.
Kommentare geschlossenDie geheime Lesbe im Weltall
Noch gestern früh hätte ich eine Frage nach Sally Ride nicht beantworten können. Raumfahrt und/oder Astronaut_innen gehörten noch nie zu meinen Interessengebieten. Das Schicksal der armen Laika hat mir schon im Kindergarten jeden möglichen Spaß daran verdorben. »Nee, zurückgekommen ist der Hund nicht mehr. Den haben bestimmt die Marsmenschen gefressen«, wurde mir damals von einem gleichaltrigen Alleswisser erklärt.
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