Es war kurz nach 9 Uhr am Vormittag und ich gab mir gerade große Mühe, das O-Bein-Manuskript (Sie verlieben, sie trennen sich, sie finden wieder zusammen) eines Heteroliebesromans einigermaßen unvoreingenommen zu lektorieren, als ich ein Pfeifen registrierte. Nach gut zehn Minuten war der schrille gleichbleibende Ton immer noch nicht verschwunden und fing an, mir auf die Nerven zu gehen.
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Willkommen in der WG
Willkommen in der WG
Lesbisch für Anfängerinnen
Butze Verlag, ISBN 978-3-940611-05-5
Tina, 30 Jahre alt und Sachbearbeiterin bei einer Versicherung, erwischt ihren Freund zum wiederholten Male bei einem Seitensprung. Sie hat von seinem Verhalten endgültig genug und beschließt, sich von ihm zu trennen. Der Zettel am Schwarzen Brett im Frauenbuchladen „Frauen WG sucht neue Mitbewohnerin“, scheint ein Wink des Schicksals zu sein. Nach einem kurzen Gespräch mit der chaotischen Suse organisiert sie sofort ihren Umzug. Dem Freund hinterlässt sie nur einen Zettel mit ein paar Worten.
Gefangene von facebook
»Was? Du bist nicht bei facebook?« war ich entsetzt gefragt und dann darüber aufgeklärt worden, dass die moderne Lesbe sich dort unbedingt vernetzen müsste. Brav meldete ich mich an, doch irgendwie wollte es mir nicht gelingen, den Umgang mit den verschiedenen Einstellungen sowieso Sinn und Zweck richtig zu begreifen. Der Account dümpelte monatelang vor sich hin, bis ich eines Tages die erste Freundschaftsanfrage erhielt. Eine Freundin aus Italien schrieb: »Huhu, ich habe dich hier gefunden.«
Kommentare geschlossenMein erster Schriftsteller
Gerade habe ich mir nach einem Tipp von Anne Roth den »Hauptmann vom Wannsee« angehört und bei dem Namen Zuckmayer kamen Erinnerungen aus meiner Kindheit wieder: Sechziger Jahre, Winterurlaube in Saas-Fee. Skifahren und nur Skifahren, denn damals ging es in dem Ort noch wesentlich gemütlicher als heute zu. Man kam, um Ski fahren und nicht um zu schwimmen oder eiszulaufen oder ins Kino zu gehen.
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