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Am Wochenende haben wir uns zwei Staffeln von Brothers & Sisters angesehen. In einer der ersten Folgen beschwert sich die Mutter (Sally Field), weil ihr schwuler Sohn sich weigert, sie mit zum CSD zu nehmen. Später ist die Rede davon, dass die Mutter als Mitglied eines Vereins oder einer Gruppe „Eltern von lesbisch-schwulen Kindern“ beim CSD mitgelaufen sei.

Am 9. August wird der CSD Rhein-Neckar unter dem diesjährigen Motto „Different Not Dangerous!“ wieder durch die Mannheimer Quadrate ziehen. Obwohl es sich sozusagen um unseren regionalen CSD handelt, sind die Liebste und ich erst einmal dabei gewesen. Der Augusttermin lag und liegt einfach sehr ungünstig und passt(e) nie in unsere Zeitplanung. Trotzdem haben wir in einem Schatzkästle Kondome, Streichholzschachteln, Aufkleber, Bonbons und noch mehr Kleinigkeiten, die jedes Jahr von den teilnehmenden Gruppen aus dem Rhein-Neckar-Raum unters Volk gebracht wurden.

...weiterlesen "Von der Tante, die Spaß an Faschingsumzügen hatte"

Heute früh sprach im ZDF Morgenmagazin Lisa Görgen von „Save the Children“ mit Dunja Hayali über die Situation der Kinder in Gaza. „Solche Erlebnisse prägen jeden Menschen, aber Kinder prägen die fürs Leben“, sagte sie und ergänzte: „Wir dürfen nicht wieder wegsehen“.

...weiterlesen "Umtausch ohne Kassenbon ausgeschlossen?"

„Ich habe Dich im Morgenradio gehört. Was für ein Rumgejammere. Typisch Frau! Ihr Lesben taucht doch jeden Tag in den Zeitungen auf!“ Das ist eine knappe Zusammenfassung von drei Mails, die gestern bei mir ankamen. Bereinigt von Schimpfwörtern, Fäkaliensprache und Rechtschreibfehlern.

...weiterlesen "Frauen und Lesben und Heten. Ein Listenproblem mit der Sichtbarkeit."

Strunzdumme Artikel, die mir am frühen Morgen schon die erste Tasse Kaffee versauen, nur weil ich wider besseres Wissen es nicht lassen kann, sie zu lesen. Wahrscheinlich werde ich es bis an mein Lebensende nicht mehr lernen, mir eine Welt als Ponyhof zusammenzuträumen. Stattdessen würde ich gern beinah jeden Tag aufs Neue am Kronleuchter schaukeln … den wir leider nicht haben, weil die Deckenhöhe in unserem alten Häuschen kaum mehr als zwei Meter beträgt. In Teppichkanten zu beißen, ist ebenfalls keine Option, aus Allergiegründen liegen bei uns nirgends Teppiche, noch nicht einmal Läufer. Mir bleibt immer wieder nur, meinen Kopf auf die Tischkante zu hauen und später hier auf dem Blog meinem Ärger Luft zu machen.

...weiterlesen "Dental Dams statt Kondome"

Der französische Verein „SOS Homophobie“ veröffentlicht einmal im Jahr einen sehr ausführlichen Bericht zur Situation von LGBT in Frankreich. Wie neulich schon einmal erwähnt, wird dabei immer wieder zwischen Lesbo-, Gay-, Bi- und Transphobie unterschieden. Der „Rapport sur l’homophobie 2014“ mit den Zahlen und Fakten aus dem Jahr 2013 habe ich mir vor ein paar Tagen heruntergeladen und mich bemüht, das Kapitel „Lesbophobie“ zu übersetzen.

...weiterlesen "Ein paar Zahlen und Fakten zur Lesbophobie"

Letzten Samstag demonstrierten zum 4. Mal die Bildungsplangegner_innen in Stuttgart. Dazu aufgerufen hatten 19 evangelikale und rechte Organisationen, wie zum Beispiel die NPD. Angelehnt an die französische „La Manif Pour Tous“ Bewegung nahmen unter dem Motto „Demo für alle“ nach Veranstalterangaben 1000 Menschen daran teil. Die Polizei sprach wie üblich bei solchen Gelegenheiten von weniger Personen und nannte die Zahl 700.

...weiterlesen "„Besorgte Eltern“ gegen LSBTTIQ"

Als ich 2010 hier auf der Karnele zum ersten Mal den Begriff Lesbophobie verwendet habe, ist er im deutschsprachigen Internet so gut wie unbekannt gewesen. Zumindest zeigten mir verschiedene Suchmaschinen damals keinen einzigen Treffer an. Den Begriff kannte ich aus Frankreich, meines Wissen gelangte er dort über das Bündnis SOS Homophobie in den allgemeinen Sprachschatz. Im Gegensatz zu dem deutschen Aktionsbündnis gegen Homophobie, das sich im Alltag und in den Medien oft nur auf Schwule zu beziehen scheint, betont SOS Homophobie ausdrücklich, als Organisation gegen Lesbophobie, Schwulophobie (falls es dieses Wort im Deutschen geben sollte), Biphobie und Transphobie zu kämpfen: „Association nationale de lutte contre la lesbophobie, la gayphobie, la biphobie et la transphobie“.

...weiterlesen "Französische Studie: Lesbophobie, die unsichtbare Diskriminierung"

Neulich wurde eine Bekannte vom Personalchef eines mittelständischen Unternehmens beim Bewerbungsgespräch gefragt, warum sie denn ihren Freund nicht heiraten würde? Wenn er ihr schon so wichtig sei, dass sie ihn in ihrem Lebenslauf erwähne. Ähnlich verständnislos reagierte vor ein paar Jahren ein Sachbearbeiter des BAföG-Amts, der zu einem meiner Kinder sagte: „Warum schreibt Ihre Mutter, sie lebe in einer Partnerschaft? Das interessiert doch nicht.“ Und unvergessen bleibt die Frau vom Einwohnermeldeamt, die nach unserem Umzug in den Odenwald die Liebste und mich wegen desselben Nachnamens erst für Schwestern und dann für Mutter und Tochter hielt.

...weiterlesen "Wieder einmal: Eingetragene Lebenspartnerschaft. Heute: Zwangsouting."

Die Veranstaltung in Kleve, Fragen und Erzählungen von Teilnehmer_innen und besonders ein Tweet, haben mich sehr nachdenklich gemacht. Aus verschiedenen Gründen ist es natürlich wichtig, bei Veranstaltungen und auf Podien über #idpet zu informieren, doch den LSBTTIQ Jugendlichen hier auf dem Land hilft das in ihrer aktuellen Situation kein bisschen weiter. Auf der langen Zugfahrt zurück in den Odenwald kam mir dann die Idee eines Brandbriefes. (Brandbrief laut Duden: „sehr dringendes Bittschreiben, Mahnbrief“).

...weiterlesen "LSBTTIQ Jugendliche im ländlichen Raum Baden-Württembergs. Ein Brandbrief."

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