Ich bin lesbisch, ich bin Feministin, deshalb habe ich bis gestern ja gedacht, ich sei eine feministische Lesbe/lesbische Feministin. Dann habe ich »Lesben in der Queer-Politik: ohne Zukunft« von Sheila Jeffreys gelesen. Originaltitel: »Unpacking Queer Politics, A Lesbian Feminist Perspective«.
Jetzt habe ich eine Identitätskrise. Lesbisch bin ich zwar immer noch, Feministin auch, wenigstens nach meiner Definition, aber für den erlauchten Kreis lesbischer Feministinnen reicht’s wohl nicht mehr. Um zu ihnen zu gehören, müsste ich u.a. Pornografie im Allgemeinen und (viele) schwule Sexualpraktiken im Besonderen als die Wurzel allen Übels ansehen. Meint die Autorin, wenn ich sie richtig verstehe. Es ist schon lange her, dass ich mir von einem Buchtitel so viel versprochen hatte, meine Erwartungen derart enttäuscht wurden und ich mich am Ende über die Zeit- und Geldverschwendung richtig geärgert habe.
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Es klingt wie eine Schallplatte mit Sprung oder – für die Jüngeren – wie ein Mp3 Player mit Hänger, aber auch hier scheint es wieder mal die traurige Wahrheit sein: Da diese Krankheit nur Frauen betrifft und darüber hinaus auch noch Frauen, die häufig bereits die 50 überschritten haben, hält sich das Interesse der Medien an dieser Krankheit in Grenzen.