Es ist nicht möglich, auch nur annähernd genaue Zahlen darüber zu finden, wie viele Eingetragene Lebenspartnerschaften es in Deutschland gibt. Bisher hatte ich zwar geglaubt, bei uns werde über jede noch so kleine Kleinigkeit Buch geführt, das amtliche Eheglück von Lesben und Schwulen jedoch scheint dieser Erfassungswut bisher entgangen zu sein. Einzelne Bundesländer, wie z. B. Berlin, führen zwar eine Statistik. Von dort aus allerdings Rückschlüsse auf einen Flächenstaat wie Baden-Württemberg ziehen zu wollen, hielte ich für sehr gewagt.
Kommentare geschlossenKARNELE Beiträge
Gehirnzellen für die Telekom
Letzten Sommer teilte uns die Telekom mit, dass unser bisheriger Tarif »ISDN sowieso« demnächst aus dem Angebot fliegen würde. Das geschehe nur zu unserem eigenen Besten, denn bei den neuen Tarifen kämen wir wesentlich billiger weg. Nun ja, wir selbst hatten erst einige Wochen zuvor ähnliche Überlegungen angestellt und uns gründlich informiert. Doch am Ende war der Entschluss gefallen: Wir bleiben bei unserem etwas teureren Tarif, wir lassen alles so, wie es ist. Schlicht aus dem Grund, weil wir seit Jahren immer wieder neu die Erfahrung gemacht hatten, jede noch so kleine Veränderung bei/mit der Telekom endet in einem riesigen nervenaufreibenden Chaos.
Kommentare geschlossenAmtliche Lebenspartnerschaft alias Homoehe
Es ist neun Jahre her, seit die Gründung einer – offiziellen Lebenspartnerschaft für Lesben und Schwulen in Deutschland möglich ist. Und wie ich hier schon mehrmals erwähnt habe, gehörten die Liebste und ich mit zu den ersten Paaren, die damals das neue Gesetz in Anspruch genommen haben. Seitdem lautet unser Familienstand »verpartnert« und wird im Amtsdeutsch mit dem Kürzel »LP« ausgedrückt.
Die ersten drei Jahre nach unserer Verpartnerung waren wir geduldig gewesen und haben Fragen wie: »Was ist denn das?« – »Was sind Sie?« freundlich lächelnd beantwortet. Dass auf diversen Formularen unser Status nicht auftauchte, störte uns lange nicht. Es wäre Geldverschwendung gewesen, Berge von Papier einfach zu wegzuwerfen, nur weil es in diesem Staat plötzlich neben ledig, verheiratet, geschieden, verwitwet noch einen weiteren Familienstand gab.
Kommentare geschlossenManchmal ist es einfach nur zum Heulen
Die Junge Union will Kinder und Jugendliche vor schädlichen Einflüssen bewahren und fordert deshalb, bestimmte Seiten, die bisher noch frei zugänglich sind, aus dem Netz zu verbannen. U.a. wird als Begründung angeben, Pornografie sei immer frauenfeindlich. Die Empörung ist mal wieder groß, wie immer, wenn geglaubt wird, das Internet müsse vor Zensur geschützt werden. Auf diese Debatte will ich jetzt aber nicht eingehen und auch nicht auf die altbekannte Frage, was ist eigentlich Pornografie?
Kommentare geschlossen