Weihnachten 1995 verbrachte ich in einer Klinik am Chiemsee. Es war keine Frage, dass die Liebste mich über die Feiertage besuchen würde und wir hatten schon Wochen zuvor ein Zimmer in einer Pension gebucht. Die Deutsche Bahn schien allerdings entschlossen, uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Fahrpläne rund um die Festtage erwiesen sich mit der Zeitplanung der Liebsten und den Ansprüchen ihres Arbeitgebers als kaum kompatibel. Letztendlich traf sie morgens um drei Uhr ein und verbrachte die nächsten vier Stunden auf einem eiskalten Bahnhof, bis die Pension endlich ihre Tür öffnete.
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Die Welt vor meiner Haustür
Wenn ich aus meiner Haustür raus – oder auch durch meine Hintertür hinaus gehe – betrete ich eine Welt, die mit dem Internet kaum etwas und mit der Blogosphäre rein gar nichts zu tun hat. Der Misthaufen schräg gegenüber dampft und müffelt wie immer vor sich hin. Die Kühe gucken stets ein wenig gelangweilt und die Kamerunschafe wollen nichts anderes als fressen.
Von Alphabloggern haben sie allesamt noch nie etwas gehört, sie kennen nur den Leithammel und wissen, wenn der seinen Job nicht gut macht, droht ihm die Kastration oder gar der Schlachthof. Es geht ihm dabei kaum anders als dem Gockel, dem Alphakräher, einmal zu früh geweckt und ihm wird der Hals umgedreht.
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Feministische Netzkultur
Svenja Schröder, Helga Christina Hansen, Rochus Wolff, Chris Köver und Ina Freudenschuß
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»Don‘t feed the troll« lese ich in den letzten Tagen immer wieder. Mir ist die Parole bekannt und ich habe sie selbst schon empfohlen z. B. wenn Frau O. mal wieder in einem Forum über lesbische Literatur auftauchte und unter zehn verschiedenen Accounts ein Buch »besprach«. Einer ihrer Lieblingssätze war die Behauptung, das jeweilige Buch sei auf Klopapier gedruckt worden.
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