Es ist drei, vier Wochen her, als ich meine »Bio« bei Twitter aktualisierte und eine weitere Beschreibung meiner Person hinzufügte: Protestantin. Ausgerechnet ich, die große Teile ihres Lebens damit verbracht hat, die Kirche zu kritisieren und mich über sie aufzuregen, halte es mittlerweile für nötig, meine Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche sozusagen als Schild vor mir herzutragen.
Dabei ist das mit meinem Glauben so eine Sache. Genau weiß ich eigentlich nur, was ich nicht glaube: an einen bärtigen Mann mit weißem Gewand. Ansonsten wird es schwierig und hängt häufig auch von meiner Stimmung ab. Passiert eine Naturkatastrophe wie neulich das Erdbeben in Haiti, teile ich diesem Wesen da oben oder wo auch immer es sein mag, schon mal mit, dass ich ab sofort gar nichts mehr glauben werde. Ganz nach dem Motto: »Das haste nun davon!«
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