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KARNELE Beiträge

Wahlkrämpfe

Nun ist es also soweit. Jahrelang, ach was, jahrzehntelang, habe ich, haben Frauen allgemein eine Kandidatin für höchste politische Weihen gefordert. Wir würden alles wählen, haben wir großspurig behauptet, Hauptsache Frau. »Warum wird denn nie eine Frau aufgestellt?« haben wir immer wieder genörgelt und nun?

Nun bescherte unser aller Schröder uns mit seiner Hauruckaktion eine Kanzlerkandidatin, eine Frau, jawohl, ein weibliches Wesen. Wie immer wählte er den indirekten Weg, so hinten rum und höhnisch grinsend. »Ihr wollt nicht so, wie ich will? Euch zeig ich es « Ich konnte den Kerl ja nie leiden.

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Alte Weiber

Der Kerl ist dick, grantig und lässt sich von seiner Mama bedienen als sei er ein Säugling. Trotzdem sahen wir ihn gern, den Bullen von Tölz. Nicht wegen ihm allein, sondern wegen seines Zusammenspiels mit Katharina Jacobs. Wenn sie Mein Hase säuselt, könnten wir uns ausschütten vor Lachen.

Seit letzte Woche die neue Emma erschien, gehört er der Vergangenheit an. Ebenso wie sein Sender, SAT1. Den haben wir aus unserem Fernsehangebot gelöscht. Den Bullen von Tölz wollen wir nicht mehr sehen, ebenso wenig wie all die anderen Angebote dieses Senders, der an Frauen zwischen 40 und 60 keine Hauptrollen vergibt. Weshalb Katharina Jacobs auch demnächst nicht mehr im Bullen von Tölz zu sehen sein wird. Sie sei zu alt und, ganz nebenbei, auch zu dick! Was EMMA vermuten lässt, die Nachfolgerin werde wohl 20 Jahre alt sein und 30 Kilo wiegen.

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Was kostet der Tod?

Lasst euch eines gesagt sein: wenn ihr beabsichtigt, irgendwann das Zeitliche zu segnen, tut es nicht an einem Freitag nach 12 Uhr! Nehmt Rücksicht auf eure Angehörigen und erledigt das entweder vorher oder erst am Samstag.

Oma war leider nicht so rücksichtsvoll, vielleicht wusste sie es auch nicht besser. Sie machte ihren letzten Schnaufer an einem Freitag um Punkt 18.30 Uhr. Geschult durch viele Folgen Emergency Room sahen die Liebste und ich natürlich auf die Uhr und konnten die Frage: »Zeitpunkt des Todes?« auf die Sekunde genau angeben leider.

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Sterben

Irgendwann in der Viertelstunde zwischen dem Frühstück und dem wöchentlichen Besuch des Hausarztes muss sie beschlossen haben, dass es nun reicht. Vielleicht hing ihr die Marmelade zum Hals raus, vielleicht schmeckte ihr der Tee nicht mehr. Vielleicht hatte sie sich auch nur ausgerechnet, dass sie nun bereits ungefähr 36.000 Mal morgens aufgestanden und abends wieder ins Bett gegangen war.

Als der Arzt kommt, sagt er nicht wie sonst immer: »Sie haben einen Blutdruck wie ein junges Reh!«, sondern holt sein Stethoskop aus der Tasche und horcht sie ab.

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