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Der Herr Schäuble sagt: „Ihr kriegt das Stück vom Kuchen, das Euch das Bundesverfassungsgericht zugesprochen hat. Ich gebe Euch freiwillig sogar noch einen Klecks Sahne dazu und stelle Euch zum Beispiel bei der steuerlichen Förderung der Riester-Rente den heterosexuellen Ehepaaren gleich. Aber vor dem Servieren wird der Teller in die Jauchegrube getunkt!“

Und als der Herr Gabriel nach der völligen Gleichstellung homosexueller Paare gefragt wird, faselt er was vom Bundesverfassungsgericht und scheint den Teller, auf dem Kuchen mit Sahne in Jauchebrühe schwimmt, ganz in Ordnung zu finden. Hauptsache, die Koalitionsverhandlungen werden nicht gestört.

In der leicht irren Hoffnung, vielleicht doch noch ausschlaggebende Argumente für eine Wahlentscheidung zu finden, habe ich mich in den letzten Tagen durch die verschiedenen Wahlprogramme gearbeitet.

Sehen, hören und beißen zu können, gehört für mich zu den Menschenrechten. Ich halte es für einen Skandal sondergleichen, dass in einem reichen Land wie unserem Brillen, Hörgeräte und Gebisse zum reinen Privatvergnügen geworden sind. Unvergessen die arrogante Empfehlung der ehemaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Wenn Sie kein Geld für eine Brille haben, nehmen Sie einen Kredit auf!“

...weiterlesen "Warum ich am 22. grün wählen werde"

Seit heute ist der Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl 2013 online. Seine Empfehlung für mich unterscheidet sich kaum von denen der letzten Wahlen: Die meisten Übereinstimmungen, nämlich fast 87 %, habe ich mit einer Partei, die ich nicht wählen werde. Nicht wählen will, nicht einmal mit Bauchschmerzen wählen könnte: die Linke. Jedes Mal, wenn ich bereit bin, mich für diese Partei vorsichtig zu öffnen, zum Beispiel, nachdem ich Petra Pau eine Weile zugehört habe, setzt sich irgendein Betonkopf vom Ortsverein Janzweitdraußen in Szene und will Honecker posthum heiligsprechen lassen oder Ähnliches. Ich denke an Mauertote und Stasi und schon ist es wieder vorbei mit der Annäherung.

...weiterlesen "Option: schwarz-grün"

Solange ich mich noch beinah ausschließlich durch Printmedien über regionale Ereignisse informiert habe, war mir die männliche Dominanz in unserem Kreis durch Statistiken zwar theoretisch bewusst, doch im Alltag habe ich nur wenig darüber nachgedacht und das Problem meist verdrängt.

...weiterlesen "Eine Landschaft im Testosteronnebel, Teil 2"

In einem SpOn Interview beklagt heute der Gelsenkirchener OB, dass in dem Stadtteil Schalke mittlerweile 60 % der Kinder nicht mehr schwimmen können, wenn sie in die Schule kommen. Die Zähne putzen sie sich anscheinend auch nicht und überhaupt begreife ich nicht, was er uns in diesem Interview eigentlich sagen will.

...weiterlesen "Warum Kinder bei allen Koalitionen nicht mehr schwimmen lernen"

Also nee, ich fass es nicht. Da rege ich mich seit mehr als einem Jahr über homophobes Gelabere eines Politikers auf und dann stellt sich heraus, es war ja ganz anders gemeint gewesen! Himmel noch mal, diese umsonst verärgerten Nervenzellen will ich aber ersetzt haben! Ich brauche sie dringend für andere Gelegenheiten.

Gestern hat mich eine liebe Leserin auf einen Artikel bei SpOn hingewiesen. »Mach was draus!«, schrieb sie und neugierig klickte ich den Link an. Ein Kreuzfahrtschiff namens Daphne wird zurzeit in Kreta festgehalten, weil die Reederei bei irgendwem Schulden haben soll. Die Passagiere wurden inzwischen mit einem Sonderflugzeug nach Deutschland zurückgebracht und weitere geplante Fahrten des Schiffs erst einmal abgesagt.

...weiterlesen "Eine Seefahrt mit der SPD, die ist lustig, hol-la-hi, hol-la-h"

»Finden die Ortsverbandssitzungen neuerdings auf der Männer-Toilette statt?« fragt eine Gegnerin der geforderten Quote bei künftigen Kommunalwahlen in Baden-Württemberg und meint, dann müsse aber auch »Jeder dritte Platz an die Transsexuellen« gehen. Eine ganze Reihe von Journalist_innen und Jurist_innen empört sich ebenfalls über diese Initiative. Meist auf ähnlichem Niveau und mit der Argumentation: Wenn die Frauen an der Kommunalpolitik teilhaben wollten, könnten sie ja. Aber diese Baden-Württembergerinnen wollen ja gar nicht, sie sind halt mal unpolitischer und desinteressierter als die Frauen im Rest der Bundesrepublik.

...weiterlesen "Eine Landschaft im Testosteronnebel"

Nach vielen Diskussionen haben sich die Koalitionsparteien Baden-Württemberg endlich geeinigt: Die Gleichstellung der verpartnerten Beamt_innen erfolgt rückwirkend ab 2006. Ich persönlich halte das für einen fairen Kompromiss, beide Seiten haben »drei Jahre nachgegeben« und man hat sich in der Mitte getroffen. Der Käs ist gegessen, könnte man nun sagen und wieder zur Tagesordnung übergehen, wäre da nicht der SPD Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou.

...weiterlesen "Hallo SPD Baden-Württemberg, der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie"

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