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Die AOK Baden-Württemberg hat ihr Leistungsangebot bei künstlichen Befruchtungen verbessert. Sie beteiligt sich mehr an den Kosten und die bisherige Altersgrenze von 40 Jahren wird ab 1. Juli aufgehoben. Außerdem:

erfolgt eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher weiblicher Lebenspartnerschaften nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz. Die Neuerungen gelten, wenn beide Partner bei der AOK Baden-Württemberg versichert sind und berechtigte Erfolgsaussichten durch die Behandlung bestehen.

...weiterlesen "Ich habe es satt, Eingetragene Lebenspartnerin genannt zu werden"

Die „Homoehe“ präsentiert Begriffe aus Überschriften in deutschen Medien während der letzten drei Monate. Keiner davon stammt aus der Zeitung mit den Vier Buchstaben oder ähnlicher Formate!

Spaltpilz, Zankapfel, Krawall, Hassobjekt, Aufruhr, Riesenstreit, Zoff

...weiterlesen "Begrifflichkeiten der gewalttätigen Art"

Über den Tatort »Ein neues Leben«, der am 28. Oktober in der ARD lief, ist bereits viel geschrieben worden. Auf Watch-Salon fasst Christine Olderdissen in sechs Punkten wirklich wunderbar alles zusammen, was es darüber zu sagen gibt:

1. Mädchen, die im Erziehungsheim waren, werden lesbisch
2. Lesben mit schwieriger Jugend werden kriminell
3. Kriminelle Lesben sind brutal, eiskalt, manipulativ und zu allem fähig
4. Bei einem Lesbenpaar ist eine dominant, die andere labil und eigentlich hetero
5. Hat eine Lesbe Sex mit einem Mann, bringt ihre Freundin den Liebhaber um
6. Fazit: Die pathologische Killerlesbe verdient den Tod als Befreiungsschlag ihrer hörigen Geliebten

...weiterlesen "Pfui Deibel, ARD!"

Auf der Seite kreuz.dingenskirchen ist mal wieder das passiert, was dort bereits seit Jahren üblich ist: Eine Hasstirade wurde veröffentlicht, dieses Mal in Form eines besonders widerlichen »Nachrufs« auf Dirk Bach. Und weil es sich bei ihm um einen Promi handelte, der auch bei Heteros große Beliebtheit genoss – ja, wie ich auf Twitter lesen konnte, hatten so manche noch nicht einmal gewusst, dass er nicht nur Moderator des Dschungelcamps, sondern auch LGBTI-Aktivist gewesen war –, wird kreuz.dingenskirchen nun eine Aufmerksamkeit zuteil wie noch nie zuvor.

...weiterlesen "Biedermänner, Biederfrauen und die Hasstiraden von kreuz.dingenskirchen"

Also nee, ich fass es nicht. Da rege ich mich seit mehr als einem Jahr über homophobes Gelabere eines Politikers auf und dann stellt sich heraus, es war ja ganz anders gemeint gewesen! Himmel noch mal, diese umsonst verärgerten Nervenzellen will ich aber ersetzt haben! Ich brauche sie dringend für andere Gelegenheiten.

Gestern hat mich eine liebe Leserin auf einen Artikel bei SpOn hingewiesen. »Mach was draus!«, schrieb sie und neugierig klickte ich den Link an. Ein Kreuzfahrtschiff namens Daphne wird zurzeit in Kreta festgehalten, weil die Reederei bei irgendwem Schulden haben soll. Die Passagiere wurden inzwischen mit einem Sonderflugzeug nach Deutschland zurückgebracht und weitere geplante Fahrten des Schiffs erst einmal abgesagt.

...weiterlesen "Eine Seefahrt mit der SPD, die ist lustig, hol-la-hi, hol-la-h"

Täuscht mich mein Gefühl oder ist den letzten Wochen tatsächlich häufiger über die Angleichung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft an die Heteroehe diskutiert worden als in den letzten fünf Jahren zusammen? Teilweise mag das ja mit dem Sommerloch zusammenhängen, teilweise ist es wohl ein letztes Aufbäumen der rechts-konservativen-fundamentalistischen Gesinnungsgenoss_innen, die befürchten, dieses Thema werde demnächst im Eurokrisenchaos endgültig untergehen. Wenn Deutsche gefragt werden sollten, was sie mehr beschäftigt, eine wacklige Währung, steigende Preise sowie eine mögliche Wirtschaftsflaute oder die Eheöffnung für Lesben und Schwule, wird ihnen die Entscheidung kaum schwerfallen. Schließlich gilt noch immer: »Erst kommt das Fressen, dann die Moral«.

...weiterlesen "… der den Bestand der Deutschen mit einem Verein namens Lebensborn retten wollte …"

»Früher wurden Homosexuelle in Deutschland zu Gefängnis verurteilt. Was für eine glorreiche Zeit für Euch. Niemand steckt Euch ins Gefängnis …«,

schrieb im August ein Herr Wagner in der Bildzeitung. Daraufhin gingen beim Deutschen Presserat 70 Beschwerden wegen Diskriminierung ein.

Nee, Diskriminierung sei das nicht, urteilte der Presserat nun, sondern

»… handelt es sich um eine kritische Positionierung, die man nicht teilen muss, die aber vom Recht auf freie Meinungsfreiheit gedeckt ist.«

...weiterlesen "Homophob sind sie ja nicht, nur kritisch positioniert …"

Nach dem letzten Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Familienzuschlag für verpartnerte Beamt_innen) haben sich nun 13 Bundestagsabgeordnete der CDU getraut, die steuerliche Gleichstellung für Eingetragene Lebenspartnerschaften zu fordern. Juhu. Na endlich bewegt sich auch in der CDU etwas. Volker Beck »wünscht der wilden 13 viel Glück bei ihrem Vorhaben« und auf vielen Blogs von Lesben und Schwulen freut man sich über diese Initiative.

 

Vor ein paar Tagen noch wäre ich von dieser Forderung vielleicht ebenfalls positiv überrascht gewesen. Schließlich bin ich seit elf Jahren daran gewöhnt, dass es in Sachen Eingetragener Lebenspartnerschaft nur Schrittchen für Schrittchen und Urteil für Urteil vorangeht. Wenn man nicht an dem Schneckentempo verzweifeln will, muss wirklich jeder noch so kleinen Veränderung laut Beifall geklatscht werden. Optimistisch sein, das Beste aus der Situation machen und immer wieder mal daran denken, wie schlimm die Situation noch vor dreißig Jahren gewesen war. Im Vergleich dazu geht es uns inzwischen doch prima, oder? Es ist schon komisch, was man sich so alles einreden kann, obwohl man eigentlich gar nicht daran glaubt.

Elf Jahre sind eine ziemlich lange Zeit. Seit unserer Verpartnerung im August 2001 ist ziemlich viel passiert. Der 11. September, Deutschland bekam eine Bundeskanzlerin, ein Grüner wurde Ministerpräsident. Wir sind umgezogen, in unserem Umfeld starben Menschen und Babys kamen zur Welt. Die Farbe und Länge meiner Haare hat sich mehrmals verändert, die Liebste braucht inzwischen eine Brille …

… nur unsere Eingetragene Lebenspartnerschaft ist immer noch nicht einer heterosexuellen Ehe gleichgestellt. An unserer rechtlichen Situation hat sich nichts geändert. Dass Lesben und Schwule sich inzwischen auch in Baden-Württemberg auf den Standesämtern verpartnern dürfen, kam für uns zu spät, und da wir nicht verbeamtet sind, haben wir auch nichts von dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

Es war Joni.T auf L-talk, die mich mit ihrem Artikel daran erinnert hat, wie die hässliche Realität aussieht. Abrupt bin ich aus meiner schön geredeten Welt erwacht. Ja, wirklich schön geredet, trotz allem, was ich hier immer wieder über Diskriminierung und Homophobie geschrieben habe.

Und ich muss noch hinzufügen: In meiner Personenstandsurkunde steht wortwörtlich:
“Auflösung der Lebenspartnerschaft durch Tod der 1. Lebenspartnerin”.
Zum einen werden Lebenspartnerinnen und Lebenspartner einfach durchnummeriert (wir hatten die Wahl, welche welche Nummer erhält) und zum anderen: Hätte “Lebenspartnerin 1 verstorben” nicht vollkommen ausgereicht???

Bei verwitweten Lesben und Schwulen werden die toten Partner_innen zu Ordnungszahlen. Man nimmt ihnen ihre Identität. Homosexuelle und Promiskuität gehören zusammen, also am besten durchnummerieren? Welches Gehirn hat sich das ausgedacht? Es ist verletzend, demütigend und menschenverachtend.

Nein, ich bin nicht begeistert, dass endlich nun auch CDU Mitglieder eine Anpassung an das Steuerrecht fordern. Ich habe Schnauze gestrichen voll. Elf Jahre sind genug. Schluss mit dem Konstrukt der Eingetragenen Lebenspartnerschaft! Eheöffnung für Lesben und Schwule. Sofort.

Das Ritual am Morgen: Mit einer Tasse Kaffee und einer Zigarette an den PC setzen und die Mails durchgehen, die in der Nacht eingetrudelt sind. Fast immer stoße ich dabei auf einen Link, der mir die Laune vermiest. Vorausgesetzt ich klicke ihn tatsächlich an, manchmal reicht schon die Überschrift, um zu ahnen: »Darüber will ich heute gar nichts wissen!« Doch den Kopf in den Sand zu stecken, hilft meistens nicht. Im Laufe des Tages finde ich auf Twitter oder Facebook garantiert ebenfalls Hinweise auf den verschmähten Artikel und irgendwann gewinnt meine Neugier.

...weiterlesen "Der große Unterschied zwischen Lesben und Heten"

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