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Ein Kommentar von Konny:

Zieht euch warm an: Mit der Großen Koalition wird es keine weitere Gleichstellung von Lesben und Schwulen geben … Was also ist zu tun? Eine Demo, wie der LSVD zurzeit überlegt? Eine Petition, in der wir ALLE unterzeichnen?? Die SPD-Mitglieder auffordern, der Großen Koalition nicht zuzustimmen??? Ich bin gespannt auf eure konstruktiven Vorschläge! Kommentare und Diskussion auf Facebook.

...weiterlesen "Die GroKo-Verhandlungen: Was sollen wir machen?"

Mit Diskriminierung ist kein Staat zu machen!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, sehr geehrter Herr Parteivorsitzender Gabriel, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Seehofer,

sorgen Sie bei den laufenden Koalitionsverhandlungen dafür, dass Deutschland endlich einen Schlussstrich unter die rechtliche Diskriminierung von Menschen wegen ihrer sexuellen Identität zieht!

...weiterlesen "Aufruf zu den Koalitionsverhandlungen an die Parteivorsitzenden Merkel, Gabriel und Seehofer"

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts schien die steuerliche Gleichstellung von verpartnerten lesbischen und schwulen Paaren kein Thema mehr zu sein. Natürlich würde es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis man die Software und Formulare den neuen Verhältnissen angepasst haben würde, aber sonst war jetzt doch wenigstens in steuerlicher Hinsicht alles Friede, Freude, Eierkuchen …

… Pustekuchen …

 

… Während wir uns zunächst mit der Bundestagswahl beschäftigten und danach über mögliche Koalitionen diskutierten, nutzte man im Bundesfinanzministerium die Zeit, um der steuerlichen Gleichstellung noch im Nachhinein einen kräftigen Arschtritt zu verpassen. Gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts konnte zwar nichts mehr unternommen werden, aber die fleißige Suche brachte ein paar Schluplöcher zutage. Steuersplittung ja, aber:

… nach einem sogenannten Anwendungserlass des Bundesfinanzministeriums, der Anfang Oktober an die Bundesländer verschickt wurde und ab sofort gültig ist, gelten verpartnerte Lesben und Schwule im steuerrechtlichen Sinne weiterhin nicht als ‚Angehörige‘. Sie werden damit schlechter behandelt als etwa ein heterosexueller Verlobter oder gar die Schwester eines Ehemanns.

Darüber hinaus sollen verpartnerte Lesben und Schwule – anders als Ehepaare – weiterhin keinen gemeinsamen Steuerbescheid erhalten. Bei den Pflichten hatte Schäuble dagegen keine Probleme mit der Gleichstellung: So können nun auch eingetragene Lebenspartner bei groben steuerrechtlichen Verstößen des anderen Partners in Haftung genommen werden.“

Die Liebste, mit der ich seit beinah 20 Jahren zusammenlebe und seit August 2001 „verpartnert“ bin, ist mir nach Schäubles Ansicht also ebenso fremd wie ein Mensch, der sich zufällig im Bus neben mich setzt. Da wir keine Angehörigen füreinander sind, stehen uns finanzamtstechnisch Verwandte, die wir vielleicht seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen haben, näher als wir uns als Paar.

Zynischer hätte Schäuble gar nicht ausdrücken können, wie sehr er Lesben und Schwule (und höchstwahrscheinlich auch alle anderen mit einer nicht-heterosexuellen Identität, denen er aber zurzeit nichts direkt antun kann) verachtet. Wie den meisten verpartnerten Paaren ging es auch der Liebsten und mir weniger um die finanziellen Vorteile der steuerlichen Gleichstellung, sondern um die Anerkennung unserer Lebensform. Ein negatives Urteil des Bundesverfassungsgerichts hätte mich geärgert, dieser Erlass aber trifft mich im Innersten – was wohl auch beabsichtigt war.

...weiterlesen "Drei Wünsche für Schäuble Co: Cholera, Pest und Typhus"

Der Herr Schäuble sagt: „Ihr kriegt das Stück vom Kuchen, das Euch das Bundesverfassungsgericht zugesprochen hat. Ich gebe Euch freiwillig sogar noch einen Klecks Sahne dazu und stelle Euch zum Beispiel bei der steuerlichen Förderung der Riester-Rente den heterosexuellen Ehepaaren gleich. Aber vor dem Servieren wird der Teller in die Jauchegrube getunkt!“

Und als der Herr Gabriel nach der völligen Gleichstellung homosexueller Paare gefragt wird, faselt er was vom Bundesverfassungsgericht und scheint den Teller, auf dem Kuchen mit Sahne in Jauchebrühe schwimmt, ganz in Ordnung zu finden. Hauptsache, die Koalitionsverhandlungen werden nicht gestört.

Die AOK Baden-Württemberg hat ihr Leistungsangebot bei künstlichen Befruchtungen verbessert. Sie beteiligt sich mehr an den Kosten und die bisherige Altersgrenze von 40 Jahren wird ab 1. Juli aufgehoben. Außerdem:

erfolgt eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher weiblicher Lebenspartnerschaften nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz. Die Neuerungen gelten, wenn beide Partner bei der AOK Baden-Württemberg versichert sind und berechtigte Erfolgsaussichten durch die Behandlung bestehen.

...weiterlesen "Ich habe es satt, Eingetragene Lebenspartnerin genannt zu werden"

Die „Homoehe“ präsentiert Begriffe aus Überschriften in deutschen Medien während der letzten drei Monate. Keiner davon stammt aus der Zeitung mit den Vier Buchstaben oder ähnlicher Formate!

Spaltpilz, Zankapfel, Krawall, Hassobjekt, Aufruhr, Riesenstreit, Zoff

...weiterlesen "Begrifflichkeiten der gewalttätigen Art"

Wenn die Eingetragene Lebenspartnerschaft Homoehe genannt wird, kann ich damit leben. Der Begriff ist zwar grottenfalsch, wie Helga Hansen mal gut erklärt hat, aber ein allgemein verständliches Hilfskonstrukt. Gerade auf Twitter, wo mensch nur 140 Zeichen zur Verfügung hat, oder in Überschriften macht er sich einfach besser als das lange Eingetragene Lebenspartnerschaft.

...weiterlesen "Familienstand: Spaltpilz"

Man nehme einen Journalisten, einen ehemaligen Bürgermeister (beide vermutlich hetero), einen schwulen MdB von der CDU, einen schwulen Volkswirt und eine weithin als homophob bekannte CDU Politikerin und diskutiere mit Günter Jauch als Moderator über „Kinder, Steuer, Ehe – gleiches Recht für Homosexuelle?“.

So erfüllt die ARD ihren Bildungsauftrag, für den sie uns GEZ Gebühren abknöpft.

...weiterlesen "Eine frauenfeindliche Sendung über lesbische Unsichtbarkeit"

Über den Tatort »Ein neues Leben«, der am 28. Oktober in der ARD lief, ist bereits viel geschrieben worden. Auf Watch-Salon fasst Christine Olderdissen in sechs Punkten wirklich wunderbar alles zusammen, was es darüber zu sagen gibt:

1. Mädchen, die im Erziehungsheim waren, werden lesbisch
2. Lesben mit schwieriger Jugend werden kriminell
3. Kriminelle Lesben sind brutal, eiskalt, manipulativ und zu allem fähig
4. Bei einem Lesbenpaar ist eine dominant, die andere labil und eigentlich hetero
5. Hat eine Lesbe Sex mit einem Mann, bringt ihre Freundin den Liebhaber um
6. Fazit: Die pathologische Killerlesbe verdient den Tod als Befreiungsschlag ihrer hörigen Geliebten

...weiterlesen "Pfui Deibel, ARD!"

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