Ein bisschen Gewalt muss sein. Jörg Thadeusz und die ARD Toleranz auf radioeins

Obwohl er schon seit einigen Jahren als Radiomoderator und Talkmaster im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen und als Kolumnist in einigen Printmedien präsent zu sein scheint, ist mir Jörg Thadeusz erst bei den Recherchen für den Goldenen Medienpimmel aufgefallen. Ein paar Mal habe ich mir Ausschnitte aus seinen Sendungen angesehen, die allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterließen. Was möglicherweise an den jeweiligen Gästen bzw. Themen lag, deren Auswahl ja vom Zufall und nicht von meinem eigenen Interesse bestimmt worden war. Oder es hatte schlicht damit zu tun, dass ich 2013 schon nach den ersten drei Monaten eigentlich keine Moderator_innen mehr sehen und hören wollte. Sie waren einfach viel zu viele und es musste schon etwas ganz Besonderes passieren, um bei mir größere Aufmerksamkeit hervorzurufen.

Vor einigen Monaten tauchte sein Name dann in einigen Tweets auf und beim Googeln nach den Hintergründen kamen Sachen zum Vorschein, die mir nicht gefielen. Wie viele seiner Kollegen entpuppte er sich als Sexist. Wiederum nichts Außergewöhnliches, sondern traurigerweise so etwas von normal, dass sich eine längere Beschäftigung mit ihm wirklich nicht lohnte.

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Ein Weihnachtsbaum von amazon

 

„Die Nordmanntannen stammen aus traditionellen Weihnachtsbaumkulturen an den Hängen des Nördlichen Teutoburger Waldes. Hier gedeihen sie auf schweren, lehmreichen Böden, unter der Kontrolle und Pflege alt eingesessener Bauernfamilien mit langer Erfahrung in der Weihnachtsbaum-Kultivierung, zu stattlichen Weihnachtsbäumen“,

heißt es in der Prdouktbeschreibung.

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Toll(l)erante Firlefanzwoche bei der ARD

Seit den #idpet Kommentaren kann ich die Worte Toleranz, tolerant, tolerieren nicht mehr hören. Aussagen wie „Selbstverständlich tollleriere ich Schwule … solange sie in ihren vier Wänden bleiben.“ oder „Tollerans nur, wenn unsere Kinder in Ruhe gelassen werden!“ wiederholten sich dort ständig. Sehr auffällig war dabei, wie viele der Kommentator_innen Schwierigkeiten mit der richtigen Schreibweise haben.

Erst zu diesem Zeitungspunkt wurde mir bewusst, dass sowohl ich als auch mein näheres Umfeld nur selten von Toleranz sprechen und wenn doch, ist es meist ironisch gemeint. „Wir sind ja soooo tolerant“, bedeutet in der Regel: „Wenn wir könnten, wie wir wollten … würden wir x abschaffen, y verbieten und z in die Mülltonne treten.“ Doch gesellschaftliche Normen, Gesetze oder beispielsweise auch verwandtschaftliche Beziehungen zwingen uns, xyz zähneknirschend hinzunehmen, uns damit zu arrangieren.

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Jungfeminist_in, die_der trifft auf #EMMAistfürmich

Vielleicht sollten diese so genannten „Jungfeministinnen“ einfach mal öfter sagen, was sie denken und tun. Statt sich quasi ausschließlich und immer wieder über die Abgrenzung von EMMA & Alice bei den Medien anzubiedern. Ob nun wie einst als Girlies oder Alphamädchen, oder wie jetzt als Jungfeministinnen“.

Jungfeminist_in, die_der.

Synonym für  „keine Ahnung haben“, „das Rad neu erfinden wollen“, „mit Maskus zusammenarbeiten“, „Prostitution befürworten“, „von Prostitution profitieren“, „Burkas gut finden“ …

Auch wenn das Wort „jung“ darin vorkommt und der Begriff aus „jungen Feministinnen“ entstand, scheint er nichts mit dem Alter tun zu haben. Vermute ich wenigstens, denn anders kann mir nicht erklären, weshalb ich nach Definition von EMMA ebenfalls zu dieser Gruppe zähle.

Könnte #EMMA meinen grauen Haaren mitteilen, dass ich nach ihrer Definition eine Jungfeministin? Erspart mir in Zukunft vllt. das Färben.

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Herr J. von d. L.

Im Rahmen der seit geraumer Zeit laufenden Kampagnen „Jetzt ist aber mal genug!“ und „Das wird man doch mal sagen dürfen“ meldete sich letzte Woche auch Herr J. von d. L. zu Wort. Die Gender-Scheiße mache ihn fertig, verkündete er in einem Spiegel Interview. Ich hatte seine Existenz beinah schon vergessen, solange wie er bereits im medialen Niemandsland verschwunden gewesen war und wunderte mich zunächst, weshalb man ihn jetzt wieder in die Öffentlichkeit zerrt.

Die Antwort war recht schnell gefunden, mangels neuer Ideen gibt es beim gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen WDR zurzeit eine Wiederauflage von “Geld oder Liebe”. In den Jahren von 1989 bis 2001 hatte Herr J. von d. L. jene Show 90 x mit einem „Feuerwerk“ sexistischer Witze begonnen und anschießend im öligen Altherrencharme genauso durch die Sendung geführt wie vorher bereits durch andere Formate, beispielsweise Donnerlippchen. Kennengelernt, natürlich nicht persönlich, sondern als Künstler, hatte ich ihn aber schon lange vorher, als in den 70ern die „Kreuzberger Nächte“ selbst in Zehlendorfer Kneipen in Endlosschleife gespielt und mitgegrölt wurden.

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