Toll(l)erante Firlefanzwoche bei der ARD

Seit den #idpet Kommentaren kann ich die Worte Toleranz, tolerant, tolerieren nicht mehr hören. Aussagen wie „Selbstverständlich tollleriere ich Schwule … solange sie in ihren vier Wänden bleiben.“ oder „Tollerans nur, wenn unsere Kinder in Ruhe gelassen werden!“ wiederholten sich dort ständig. Sehr auffällig war dabei, wie viele der Kommentator_innen Schwierigkeiten mit der richtigen Schreibweise haben.

Erst zu diesem Zeitungspunkt wurde mir bewusst, dass sowohl ich als auch mein näheres Umfeld nur selten von Toleranz sprechen und wenn doch, ist es meist ironisch gemeint. „Wir sind ja soooo tolerant“, bedeutet in der Regel: „Wenn wir könnten, wie wir wollten … würden wir x abschaffen, y verbieten und z in die Mülltonne treten.“ Doch gesellschaftliche Normen, Gesetze oder beispielsweise auch verwandtschaftliche Beziehungen zwingen uns, xyz zähneknirschend hinzunehmen, uns damit zu arrangieren.

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Jungfeminist_in, die_der trifft auf #EMMAistfürmich

Vielleicht sollten diese so genannten „Jungfeministinnen“ einfach mal öfter sagen, was sie denken und tun. Statt sich quasi ausschließlich und immer wieder über die Abgrenzung von EMMA & Alice bei den Medien anzubiedern. Ob nun wie einst als Girlies oder Alphamädchen, oder wie jetzt als Jungfeministinnen“.

Jungfeminist_in, die_der.

Synonym für  „keine Ahnung haben“, „das Rad neu erfinden wollen“, „mit Maskus zusammenarbeiten“, „Prostitution befürworten“, „von Prostitution profitieren“, „Burkas gut finden“ …

Auch wenn das Wort „jung“ darin vorkommt und der Begriff aus „jungen Feministinnen“ entstand, scheint er nichts mit dem Alter tun zu haben. Vermute ich wenigstens, denn anders kann mir nicht erklären, weshalb ich nach Definition von EMMA ebenfalls zu dieser Gruppe zähle.

Könnte #EMMA meinen grauen Haaren mitteilen, dass ich nach ihrer Definition eine Jungfeministin? Erspart mir in Zukunft vllt. das Färben.

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Herr J. von d. L.

Im Rahmen der seit geraumer Zeit laufenden Kampagnen „Jetzt ist aber mal genug!“ und „Das wird man doch mal sagen dürfen“ meldete sich letzte Woche auch Herr J. von d. L. zu Wort. Die Gender-Scheiße mache ihn fertig, verkündete er in einem Spiegel Interview. Ich hatte seine Existenz beinah schon vergessen, solange wie er bereits im medialen Niemandsland verschwunden gewesen war und wunderte mich zunächst, weshalb man ihn jetzt wieder in die Öffentlichkeit zerrt.

Die Antwort war recht schnell gefunden, mangels neuer Ideen gibt es beim gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen WDR zurzeit eine Wiederauflage von “Geld oder Liebe”. In den Jahren von 1989 bis 2001 hatte Herr J. von d. L. jene Show 90 x mit einem „Feuerwerk“ sexistischer Witze begonnen und anschießend im öligen Altherrencharme genauso durch die Sendung geführt wie vorher bereits durch andere Formate, beispielsweise Donnerlippchen. Kennengelernt, natürlich nicht persönlich, sondern als Künstler, hatte ich ihn aber schon lange vorher, als in den 70ern die „Kreuzberger Nächte“ selbst in Zehlendorfer Kneipen in Endlosschleife gespielt und mitgegrölt wurden.

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Gâteau aux cerises pour tous statt manif pour tous!

Lieber ein Kuchenrezept aus Frankreich statt einer Demo für alle: Gâteau alsacien aux cerises, im Elsass auch Bettelmann genannt und auf der anderen Rheinseite im Badischen heißt er Kirschenplotzer.

300 gr. Zwieback

500 ml Milch

4 Eßl. Zucker

3 Eier

50 gr. weiche Butter

1 Teel. Zimt

1 Teel. Lebkuchengewürz

100 gr. gemahlene Walnüsse

1 Eßl. Kirschwasser

1 kg süße Kirschen (entsteint)

175°/ca. 1 Std.

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Keine Sympathie für den Streik der GDL

Bah, ich muss jetzt ein paar Sätze zu dem angekündigten Streik der GDL an diesem Wochenende loswerden, sonst platze ich.

Schon als kleines Kind habe ich von meinem Opa gelernt: Mit Streikenden solidarisch sein. Auch wenn sich in den all den Jahren vieles unglaublich verändert hat, habe ich immer noch die Stimme meines Opas im Kopf und eine automatische Solidarität im Gefühl. Weil bei uns politische Streiks verboten sind, kümmere ich mich erst gar nicht um Einzelheiten: Wenn gestreikt wird, geht es um höhere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen oder drohende Betriebsschließungen. Berechtigte Forderungen einer Belegschaft. Immer. Also streikt, zeigt es den bösen Kapitalisten!

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