Springe zum Inhalt

Neulich wurde eine Bekannte vom Personalchef eines mittelständischen Unternehmens beim Bewerbungsgespräch gefragt, warum sie denn ihren Freund nicht heiraten würde? Wenn er ihr schon so wichtig sei, dass sie ihn in ihrem Lebenslauf erwähne. Ähnlich verständnislos reagierte vor ein paar Jahren ein Sachbearbeiter des BAföG-Amts, der zu einem meiner Kinder sagte: „Warum schreibt Ihre Mutter, sie lebe in einer Partnerschaft? Das interessiert doch nicht.“ Und unvergessen bleibt die Frau vom Einwohnermeldeamt, die nach unserem Umzug in den Odenwald die Liebste und mich wegen desselben Nachnamens erst für Schwestern und dann für Mutter und Tochter hielt.

...weiterlesen "Wieder einmal: Eingetragene Lebenspartnerschaft. Heute: Zwangsouting."

Heute ist mal wieder so ein Tag, der mich hier im Odenwald das Fürchten lehrt. Während „unser“ CDU Landtagsabgeordneter Peter Hauk, auch als Freund der #idpet Anhänger_innen bekannt, im SWR über eine mögliche Koalition mit der AfD nach der nächsten Landtagswahl schwadroniert, stimmt die hiesige Bundestagsabgeordnete der SPD, Dr. Dorothee Schlegel, gemeinsam mit den meisten Kolleg_innen ihrer Fraktion gegen die Gleichstellung verpartnerter Paare (= für die Diskriminierung von Homosexuellen).

Nicht zum ersten Male frage mich, unter welcher Politik es mir schlechter geht: Diskriminierung wegen eines Bauchgefühls (Angela Merkel) oder Diskriminierung aus reinen Machterhaltungsgründen?

Noch immer bin ich damit beschäftigt, meine Gedanken und Unterlagen zur #rp14 zu sortieren, Videos anzusehen und in Blogs Aktivitäten und Kommentare anderer nachzulesen. Unglaublich, wie viel ein Mensch bei diesem riesigen Angebot in drei Tagen verpassen kann.

Auch wenn uns die Verwechslung von Kommentaren und Tweets in der ursprünglichen Fassung ziemlich irritierte, hat Andrea Meyer und mich das Interesse der Bundeszentrale für politische Bildung gefreut. Und nachdem die Fehler korrigiert worden sind, kann ich den Beitrag jetzt auch hier verlinken: Verwechslung! Hass statt Freiheit.

...weiterlesen "Was sonst noch zur #rp14 zu sagen wäre? Viel Positives und etwas Frust."

Zu den Eigenschaften von Arbeitspapieren gehört es, dass sie bis zu ihrer endgültigen Fassung viele Male überarbeitet werden, ganz egal, ob dies in einem Verein, einem Unternehmen oder in der Politik passiert. Manche werden im Laufe einer Diskussionsphase sogar verworfen und landen im Papierkorb, andere wiederum so lange verändert, bis von ihrem ursprünglichen Anliegen kaum noch etwas zu erkennen ist.

...weiterlesen "Bildungsplan 2015 Baden-Württemberg: Gut gemeint und miserabel gehandhabt"

Neulich habe ich ein paar alte Fotos im Küchenofen verbrannt. Die dazugehörigen Negative waren schon vor ein paar Jahren bei einer Entrümplungsaktion auf dem Müll gelandet. Es handelte sich dabei um Bilder von meinen Kindern, aufgenommen irgendwann an einem heißen Sommertag Mitte der Achtziger Jahre. Gemeinsam mit ein paar Nachbarskindern rannten sie nackt durch den Garten, bespritzten sich gegenseitig mit dem Wasserschlauch, hüpften immer wieder ins Planschbecken und hatten sehr viel Spaß. Wie so oft bei solchen Gelegenheiten habe ich irgendwann die Kamera geholt und fast einen ganzen Film verknipst, der später in ein Geschäft zum Entwickeln gebracht wurde. Die Nachbarskinder, Oma, Opa und Patentante erhielten ein paar Abzüge, die Fotos kamen wie üblich ins Album und staubten allmählich ein.

...weiterlesen "Ein inakzeptabler Namensgeber für einen lesbisch-schwulen Medienpreis"

Am Dienstagabend heißt das Thema bei Sandra Maischberger „Homosexualität auf dem Lehrplan: Droht die moralische Umerziehung?“ Unbeeindruckt vom Waldschlösschen Appell verneigt sich die Moderatorin schon im Sendetitel vor bekennenden Homohasser_innen und bietet Birgit KnöpfdieBlusezu Kelle und dem zehnfache Vater Hartmut Steeb, der glücklich darüber ist, dass all seine Kinder heterosexuell sind, eine Bühne.

...weiterlesen "Maischberger mit Homohasser_innen und ihrem Smarties-Kumpel Jens Spahn"

Über die gestrige Maischberger Sendung ist wahrscheinlich schon beinah alles gesagt worden, was zu sagen war. Heute früh habe ich mir in der Mediathek ein paar Ausschnitte angesehen, nachdem ich mir Sendung live nicht hatte antun wollen und stattdessen lieber meine Twitter TL beobachtet habe.

...weiterlesen "Wenn Maischberger über #idpet talkt, lecken unsichtbare Lesben"

Sehr geehrter Herr Kosslick, sehr geehrter Herr Speck, sehr geehrte Berlinale-Verantwortliche,

mit großer Empörung haben wir zur Kenntnis genommen, dass bei der 64. Berlinale 2014 so gut wie keine Lesbenfilme vertreten sind: Die Liste für den Teddy Award führt einen einzigen Langfilm und einen einzigen Kurzfilm auf!

...weiterlesen "Lesbische Unsichtbarkeit: Offener Brief an die Berlinale-Verantwortlichen"

Auf der Karnele werden Cookies gesetzt, z.B. von Anbietern verschiedener Wordpress Plugins und IONOS, dem Webhoster. Wenn Du hier weiterliest, akzeptierst Du deren Verwendung.